Donnerstags ins Blaue (Graue) am 9. November

Trübes, graues Novemberwetter empfing die Wanderer unserer Ortsgruppe bei ihrem Ausstieg am Haltepunkt Rathaus in Horrheim.
Die Gemeinde Horrheim, mit seinen 2650 Einwohnern ist seit der Gemeindereform 1972, ein Stadtteil der großen Kreisstadt Vaihingen-Enz. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 771. Im 12. und 13. Jahrhundert wird ein Ortsadel genannt – es waren die Herren von Horrheim, aus deren Reihen der Minnesänger Berenger von Horrheim ums Jahr 1190 bekannt wurde. In mehreren Urkunden des 14. Jahrhunderts wird Horrheim als „die Stadt“ erwähnt. Hier war der Ausgangspunkt der Wanderung ins Blaue und diesmal wieder wie schon öfters bei dieser Tour, ins Graue.
Nun miese Stimmung kam nicht auf und wir zogen los. Nach kurzer Zeit traf man auf den Württembergischen Weinwanderweg der hin zum Benzlesriedsee mit der Schutzhütte führte. Am Karlsbronn/Eselsbrunnen vorbei, gelangten wir dann zum Klosterberg, wo Hütte und Grillplatz zu einer Rast einluden. Der wunderbare Blick über das Mettertal und, je nach Wetter, sogar bis nach Stuttgart war uns leider verwehrt, er reichte nur knapp über Horrheim hinaus. Der Weiterweg führte uns zuerst durch den Wald und oberhalb dem Gewann Dachslöcher durch die Weinberge, um uns dann steil abwärts auf das Sträßchen das zum Steinbachhof führt, zu bringen.
Vom 12. Jahrhundert bis heute.
Die erste urkundliche Erwähnung des Steinbachhofs geht auf das Jahr 1178 zurück. Das nahe gelegene Kloster Maulbronn – etwa 30 Jahre zuvor von Zisterzienser-Mönchen gegründet – erwirbt den Neubruchzehnten in Steinbach (Steinbaho) vom Speyerer Domkapital. In mühsamer Arbeit gelingt es den Mönchen aus dem »wüsten und unwegsamen Ort  in der folgenden Zeit wieder fruchtbringendes Land zu machen. Einige Jahre später überlässt Bischof Ulrich von Speyer den Zehnten in Steinbach endgültig dem Kloster. Im Spätbarock entstanden die heute noch erhaltenen Gebäude wie das Wohnhaus und der Fruchtkasten; der Weinkeller ist sogar noch älter. Im 19. Jahrhundert kam Feldscheuer und Wagnerei (heute Gästehaus) hinzu und vom Königshaus Württemberg erworben. Ab 1848 bewirtschaftet die Familie Hehr als dessen Pächter den Steinbachhof mit Viehzucht, Acker-, Obst- und Weinbau. 1974 erwarben die Eltern des heutigen Besitzers (die Mutter ist eine geborene Hehr) vom ehemaligen Königshaus die landwirtschaftlichen Flächen und den Hof.
Seit 1998 führt Ulrich Eißler den Hof. Er verpachtete die Agrarflächen und widmete sich verstärkt dem Weinbau. In verschiedenen Lagen des malerischen Naturparks Stromberg werden auf derzeit 8,7 Hektar Anbaufläche vom Riesling, über Weißburgunder bis zum Lemberger verschiedene Rebsorten angebaut. Der Ausbau erfolgt direkt auf dem Weingut.
Um die historische Bausubstanz der Allgemeinheit zu erhalten und zugänglich zu machen wurden die Wirtschaftsgebäude in den letzten Jahren aufwändig renoviert. Jetzt können sie als stimmungsvolle Bühne für Veranstaltungen aller Art genutzt werden. In der alten Wagnerei entstanden sogar Gästezimmer.

Vom Steinbachhof folgten wir dem AV Weg zum Wachtkopf hoch. Hier an diesem markanten Punkt wurde wieder eine Rast eingelegt. Doch man darf diesen Platz nicht verlassen, ohne den kurzen Abstecher links hinüber zum Aussichtspunkt „am Wachtkopf“ zu machen. Leider war uns auch dieser Ausblick nicht vergönnt, denn der Nebel wurde immer dichter.
Der Blick hinunter auf das über 100 Meter tiefer liegende Gündelbach und weiter hinaus mettertalabwärts ins Ländle ist wirklich fantastisch. Über Horrheim, Sersheim, Bietigheim, den Hohen Asperg hinweg erkennt man in weiter Ferne Stuttgarts Waldhöhen und bei klarer Sicht darüber hinaus sogar die Bergkette der Schwäbischen  Alb. Hier kommt einem die vielfältige Schönheit der lieblichen, schwäbischen Hügellandschaft so recht zum Bewusstsein.
Die Wanderführer können diese Aussage nur bestätigen, bei der Vorwanderung war weitaus schöneres Wetter.
Gegenüber jedoch grenzt der durchweg dicht bewaldete Nordabhang des südlichen Strombergrückens mit seinen markanten Endpunkten wie Eselsberg und Burgberg die Sicht ab. Nur die Deponie Burghof ragte wie eine Wunde aus dieser Landschaft. Die großflächige Folienabdeckung wirkte wie Pflasterverband. Doch westwärts öffnet sie sich wieder unendlich weit über Hügel und Berge hinweg bis zum Schwarzwald und zu den Hardtbergen in der Pfalz. Schon die Römer benutzten den ››Wachtkopf« als Ausguck, doch spielte bei ihnen der strategische Gesichtspunkt eine wichtigere Rolle als die Schönheit dieser anmutigen Wald- und Wiesenlandschaft. Zur Überwachung ihrer im Tal gelegenen Niederlassung und des Metterübergangs unterhielten sie hier oben einen Wachposten.
Nach 5-10 Minuten erreichten wir mitten im Wald den  idyllisch gelegenen „Hamberger See“.
Der See hat eine Größe von ca. 1,0 bis 1,9 ha Wasserfläche und eine Wassertiefe von 3 Metern. Gespeist wird der See durch Quellen auf dem Grund und durch das umliegende, feuchte Waldgebiet. Er soll vor etwa 200 Jahren von dem württembergischen Herzog Karl-Eugen angelegt worden sein; heute dient er dem Angelsportverein Gündelbach als Fischwasser.
Nach ca. 700 m sollte man mitten auf einer Wegekreuzung an die alte, knorrige, geschichtenumsponnene Salzeiche treffen.
Die einen sagen, dass dieser Baum ein besonders markanter Punkt eines ehemaligen Salzhandelsweges sei, die anderen meinen, unter der Eiche hätte zur Zeit der Waldweide, als das Vieh zur Ergänzung seiner Nahrung in den Wald getrieben wurde, ein Salzleckstein gelegen.
Eine Sage erzählt von der Salzeiche, dass Schmuggler nachts im Schutz der alten Eiche das Salz in kleine Schultersäcke verpackt haben, um es in der Umgebung zu verkaufen.
Die Salzeiche hat ihre beste Zeit gesehen, denn was von ihr übrig ist, wird andernorts als Brennholz verwertet. Da wo der alte Baum einst stand, liegt heute nichts mehr, der dem Wanderer eine Idee davon geben könnte, wie die Salzeiche einmal ausgesehen hat.
Was auch immer stimmen mag, wir folgten ab der Salzeiche dem Albvereinszeichen blauer Strich nach links. Wir blieben bis ins Kirbachtal im Wald und kamen so nach Häfnerhaslach, dem Ziel unserer Wanderung.
Die Kurzwanderer waren später gestartet und mit Bahn und Bus direkt nach Häfnerhaslach gekommen. Nach einem Rundgang durch das Dorf, der bei einigen Wanderfreunden Erinnerungen an so manche Einkehr in der ehemaligen Linde aufkommen ließ, traf man mit den Langwanderern zusammen.
Nun folgte noch die gemütliche Einkehr „em Besa am Bächle“, der extra für uns geöffnet hatte.
Mit Linienbus und Bahn erfolgte, wie beim Schwarzwaldverein Bietigheim-Bissingen üblich, die Heimkehr.

Vom Necker ins Steinbachtal am 28. Oktober

Zwei Tage später ging es weiter unter dem Motto: Vom Neckar in das Steinbachtal!

Ausgangspunkt dieser Tour war Großingersheim, um von hier aus auf aussichtsreichem Wanderweg durch Streuobstbestände und buntgefärbte Weinberge hoch über der weiten Talaue des Neckars nach Kleiningersheim zu  wandern. Vorbei am Kleiningersheimer Schloss und der Dorfkirche gelangte diese Gruppe zum Schönblick, um von diesem Ort aus die herrliche Aussicht verbunden mit einem Weingedicht zu genießen.
Vorbei am Sonnenhof ging es durch die herbstliche Feldflur hinüber zum Hardtwald und weiter zum Waldspiel- und Rastplatz oberhalb des Neckarblickes, um hier die Pause in der wärmenden Herbstsonne zu genießen. Über die Bernhälde und den Häslachrain erfolgte der Weiterweg hinüber zum Enzblick und zur Mittagseinkehr in ein Besigheimer Wirtschäftle, um hier neue Kräfte für die letzte Wegeetappe zu sammeln. Diese führte die frohe Wanderschar durch die historische Besigheimer Altstadt, und weiter ins romantische untere Steinbachtal. Entlang des Bächleins, flankiert von den buntgefärbten Rebhängen erfolgte der gemächliche Weiterweg und Anstieg in die Weinbaugemeinde Löchgau, um von hier aus mit dem Bus nach Hause zu fahren.
So erlebten die Wanderfreunde des Bietigheimer Schwarzwaldvereins zwei wunderschöne Herbstwanderungen in unserer schönen Weinheimat.

Bericht: W. Wachter

Neckar, Wein und Felsengärten am 26. Oktober

Ein herrlicher Spätherbsttag begleitete die Wanderer unserer Ortsgruppe auf ihrer Donnerstagstour von Besigheim nach Hessigheim.

Vom Besigheimer Bahnhof aus wanderte die Gruppe unterhalb den steilaufragenden Weinlagen des Niedernberges entlang der Enz zur unteren Besigheimer Enzbrücke. Unterwegs passierten sie den Aufgang zur Himmelsleiter, welche auf über 400 Natursteinstufen hoch auf den Panoramaweg und zur Weinkanzel führt.
Weiter ging es auf dem Otto-Konz-Weg zur Schiffsanlegestelle am Neckar und vorbei am Bootshafen Walter in die weite Talaue des Neckars. Erste Ausblicke auf die Felsengärten und zum Naturschutzgebiet Hörnle erwarteten auf diesem Wegestück die Wanderer. Über den Kreuzberg erfolgte nun der Aufstieg, etwas schweißtreibend in der wärmenden Herbstsonne zum Neckarblick, welcher seinem Namen alle Ehre machte. Herrlich der weite Blick über das Weinland, den schroffen Felsengärten und dem Hamberg, einem rebbestocktem Umlaufberg des Neckars. Beim Waldspielplatz angekommen die wohlverdiente Rast, um anschließend weiter zu ziehen auf dem Laubbedecktem Wanderweg zur Salenkanzel hoch über dem Neckartal. Bald wurde die Salenkanzel erreicht, wo die Wanderer wiederum ein schöner Ausblick erwartete. Zu unseren Füßen der Neckar, mit den Orten Hessigheim, Mundelsheim und die Weinlage des Mundelsheimer Käsberges, darüber hinaus die Höhen bei Ottmarsheim. Der Abstieg führte die Wandergruppe vorbei am Schreyerhof, welcher einst von Mundelsheimer Bürgern gegründet wurde und über die  Hessigheimer Schleusenanlage hinein in den erstmals anno 774 erwähnten alten Weinbauort Hessigheim mit seinem sehenswerten historischen Ortskern, der Martinskirche, und dem alten Rathaus.
Hier, in einer urigen schwäbischen Wirtschaft klang der Wandertag in geselliger Runde aus, verbunden mit einem Dank an unsere Wanderführerin Karin.

Bericht: W. Wachter

Ein Abschnitt des Eppinger Linienweges am 12. Oktober

Auf einem weniger bekannten Abschnitt des Eppinger Linienweges

Die erste Donnerstagswanderung im Oktober führte die Wanderer des Schwarzwaldvereins auf einen weniger bekannten Abschnitt des Eppinger Linienweges. Bei leichtem Nieselwetter trafen 26 trotzdem gut gelaunte Teilnehmer am Ausgangspunkt Eutinger Bahnhof ein. Zunächst ging es ein kurzes Stück durch den seit 1975 zu Pforzheim gehörenden Stadtteil, vorbei an der historischen Stiessmühle, heute eine Tageseinrichtung für Menschen mit psychischen Problemen und Räumen für Veranstaltungen der Vereine. Nicht mehr in Betrieb aber interessant anzusehen die alte Stellfalle zur Regulierung des Wassers im kleinen heute fast zugewachsenen Mühlkanal. Entlang dieses kleinen Kanals ging es dann weiter, durch den Park hinüber zur Enz, wo man kurz an der Stelle des modernen Flusskraftwerks anhielt, das voll automatisch von Pforzheim aus gesteuert wird. Über den einst zur Gartenschau erbauten Waagsteg steuerte die Gruppe dann das gegenüber liegende Ufer an, wo man nach kurzem Anstieg durch den Ortsrand von Mäuerach auch den Kanzlerwald erreichte. In der Nähe des ehemaligen römischen Gutshofes wurde auch dann der Eppinger Linienweg erreicht. Leider hatte sich das Wetter immer noch nicht gebessert, sodass die Gruppe die Vesperpause in der am Rand liegenden Wellendorfhütte verbrachte und die umfangreichen freigelegten Grundmauern und Informationstafeln weniger Aufmerksamkeit fanden.
Anschließend ging es auf der mit einem Wachturmzeichen gut ausgeschilderten Strecke weiter durch den Kanzlerwald und am östlichen Ortsrand der Buckenbergsiedlung entlang. Am Ortsende überquerte man die ehemalige Römerstraße, bevor die Wegstrecke dann immer leicht nach Südwesten durchs nächste Waldstück führte. Kurz vor Erreichen der Straße vom Seehaus nach Pforzheim konnte man sich auf einer anschaulichen Informationstafel über die Geschichte der Eppinger Linie informieren und auch noch Reste der Verteidigungsanlage im Wald erkennen, das sog. Hornwerk. Hier war auch der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Die nächste interessante Stelle auf dem Wanderweg lag nicht weit entfernt: der Britschstein. Dieser Stein erinnert daran, dass hier einst ein nie aufgeklärter Mord am Jagdaufseher Britsch verübt wurde. Nun ging es in zahlreichen Schleifen meist auf schmalem Fußweg an den Abstieg hinunter ins Würmtal. Dieser führte auch an einem weiteren Gedenkplatz – der Bismarkkanzel – vorbei. Schließlich war die Talsohle erreicht und die Würm konnte auf einem Steg überquert werden. Da die Wanderführung schon zuvor entschieden hatte, den letzten Abschnitt bis Dillweißenstein bei anderer Gelegenheit anzugehen, verließ man hier den Linienweg und folgte nun dem Ostweg bis zum Kupferhammer. Diesen erreichte die Gruppe schließlich auch zur vereinbarten Zeit gegen 15 Uhr zur Schlusseinkehr. Prompt traf nun auch das für den Nachmittag angekündigte sonnige Wetter ein, auf das man die ganze Zeit schon gewartet hatte und das man nun wenigstens auf der Heimfahrt noch genießen konnte.
Bericht: Elsbeth Jenkins
Wanderführung: Elsbeth Jenkins und Wolfgang Meier

Auf der Schwäbischen Alb am 07. Oktober

Unterwegs auf Traufwegen von Albstadt

Die Wanderung bewegte sich am Albtrauf entlang, einer geologischen interessanten Landschaft mit zwei Gesichtern.

Traumhafte Aussichtspunkte, wunderschöne Panoramablicke (eventuell bis zu den Alpen), sagenhafte Wacholderheiden, prächtige Silberdisteln, all dies und noch viel mehr sollte uns auf dieser Tour begegnen. Sowie  einzigartige An- und Einblicke über den Höhen von Albstadt. Wege durch malerische Buchenwälder, sowie bizarre Felsen sollen diese Tour zum unvergesslichen und abwechslungsreichen Wandervergnügen machen, versprach die Werbung.

Albstadt hat etwa 44.000 Einwohner.
Die Stadt entstand erst 1975 im Rahmen der Gebietsreform. Dabei schlossen sich die Städte Ebingen und Tailfingen sowie die Gemeinden Onstmettingen und Pfeffingen zusammen. Daher hat Albstadt kein einheitliches Zentrum. Neben den bereits genannten Städten und Gemeinden zählen noch mehrere kleinere Dörfer zu Albstadt, die bereits in vorhergehenden Reformen eingemeindet wurden. Jeder dieser Teilbereiche bietet einige interessante Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnenswert machen.
Das
Klima in dieser Region ist relativ rau. Durch die Höhenlage ist es hier deutlich kälter als in den übrigen Gebieten Baden-Württembergs. Albstadt zeichnet sich darüber hinaus durch ein sehr malerisches Landschaftsbild aus.

Zügig wurde der Parkplatz beim Schützenhaus Tailfingen erreicht, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Bei kühlem aber schönem Wanderwetter ging es auf dem Traufweg Wachholderhöhe Richtung Tailfinger Schloss.

Durch den schon gefärbten Buchenwald gab es die ersten Aussichtspunkte auf die Downhill-Strecke von Albstadt-Tailfingen. Weiter ging es hoch zum Tailfinger Schloss von dem aber nur die Burggräben zu erkennen sind. Immer dem Traufweg folgend, durch das Naturschutzgebiet Leimen, mit den Aussichtspunkten Leimenfels,  Meinetshalden- und Strichfels gelangte man zum Schönhaldenfelsen. Hier änderte sich die Charakteristik des Weges. Durch sagenhafte Wacholderheiden und Schafweiden ging es zu den Sandlöchern zur Mittagsrast. Hier wurde noch vor 200 Jahren nach Dolomitsand gegraben.
Weiter führte die Wanderung über den Böllen durch traumhaft gelegene, offene Wachholderheidelandschaft durchsetzt mit Silberdisteln und gefranstem Enzian. An uralten Traufbuchen vorbei ging es zur Anhöhe „Stählernes Männlein“ und zum gleichnamigen Parkplatz Hier endete die Tour für die Kurzwanderer.
Für die Unentwegten wurde noch ein Schmankerl draufgesetzt. Nun auf dem Schlossfelsenpfad, wieder dem Albtrauf folgend, gelangten die Wanderer zum Höhenpunkt des Wandertages dem Schlossfelsen mit seinem im Jahre 1899 vom Verschönerungsverein Ebingen erbauten Turne.

Der Fuß des 24 m hohen Schlossfelsenturms befindet sich in einer Höhe von 953 m ü NN oberhalb der Schlossfelsen am Albtrauf über der Innenstadt von Albstadt-Ebingen. Von der in 19 Meter Höhe über Grund gelegenen Aussichtsplattform hat man einen Blick auf die nähere Umgebung mit dem Schmiechatal einerseits sowie eine Fernsicht in Richtung Süden bis zu den Alpen andererseits. Eine Tafel auf der Aussichtsplattform erklärt das Alpenpanorama, das man am ehesten bei Inversionswetterlagen im Herbst und Winter genießen kann.

Uns war leider diese weitreichende Aussicht nicht vergönnt aber wir waren trotzdem zufrieden mit der Sicht die wir hatten. Nun war es nicht mehr weit bis zum Waldheim wo die aussichtsreiche Wanderung endete. Im Brauhaus Zollernalb in Ebingen fand die Wanderung ihren wohlverdienten Abschluss.
Es war eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung. Die Werbung hatte diesmal nicht zu viel versprochen.           

Texte teilweise aus dem Internet. Zusammenstellung G. Schwarz

46. Gemeinschaftswanderung am 30. September

Herrliches Weinland und Besigheimer Geschichte

Unter diesem Motto waren die Schwarzwaldvereins Ortsgruppen Bietigheim und Karlsruhe unterwegs im Schwabenländle auf ihrer 46. Gemeinschaftswanderung.
Ausgangspunkt dieser Natur und Kulturhistorischen Wanderung war die ehemalige Oberamtsstadt Besigheim, hoch auf einem Muschelkalkbergsporn gelegen und umschlossen vom Neckar und der Enz und den steil aufragenden Weinbergen.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Besigheim anno 1153 in einer Schenkungsurkunde, in der Stauferkönig Friedrich I. Barbarossa die Schenkung der curtis Basincheim an den Markgrafen Hermann III. von Baden bezeugt. Mit der Verleihung des Stadtrechtes um 1200 wurde die Stadt mit Mauern, Toren und Türmen versehen, und von den herrschaftlich Badischen Vögten und Schultheißen regiert.
Der historische Stadtkern lag damals in der Unterstadt, die Oberstadt wurde beim weiteren Ausbau der Stadt später angelegt. Als Herrensitze entstanden in der Unterstadt ein Schloss und in der Oberstadt das Steinhaus. Wechselvoll die damaligen Besitzverhältnisse, beginnend von den badischen Markgrafen, den Herren von Gemmingen, den Pfalzgrafen und ab 1595 endgültig durch kauf an Württemberg.  Bis 1938 war die Stadt Verwaltungssitz des Oberamtes.
Nach dieser Kurzinfo über die Besigheimer Geschichte begann der Stadtrundgang vom nahen Bahnhof herkommend bei der alten Enzbrücke mit den bekannten Bilderbuchblick auf die Altstadtsilhouette. Zwischen der Unterstadt und der Enz führte uns der Rundgang vorbei an der ehemaligen Facklerischen Mühle zum damaligen Badhaus. Charakterisch in der Enz das untere Strichwehr mit einer Floßgasse und dem damaligen Holzplatz. Vorbei am Pulverturm der Stadtbefestigung erfolgte der Weiterweg zum mächtigen Waldhornturm und zur ehemaligen Kelter, welche vorbildlich restauriert und umgebaut heute als Stadt und Festhalle dient.
Und weiter führte der Rundgang hinein in die Fachwerkzeile der Kirchstraße mit ihren wunderschönen im alemannisch und fränkischem Fachwerk erstellten Bürgerhäusern und heimeligen schwäbischen Wirtschäftchen zum Marktplatz mit dem Marktbrunnen mit dem Standbild eines badischen Wappner welcher an die badische Zeit Besigheims erinnert.  Das wunderschöne Fachwerkrathaus aus dem Jahre 1459 bildet mit dem Dreigiebelhaus und der ehemaligen Stadtapotheke den Mittelpunkt Besigheims. Ein kurzer Abstecher führte uns in das Rathaus mit seinen herrlichen Wandmalereien, den barocken Stuckdecken, den römischen Reliefplatten mit Szenen aus dem Mithras-Kult. Sehenswert das mächtige Eichengebälk mit seinen Ständern und Deckenbalken. Im Obergeschoss ein wunderschönes Gemälde des Malers Röchlin,  welches die damalige Flößerei auf der Enz wiedergibt.
Und weiter führt uns der Rundweg auf der sogenannten Mauer der Stadtbefestigung entlang, verbunden mit dem Blick auf die spitzgiebeligen Häuser der Unterstadt am Fuße der Stadtmauer. Weit schweifte der Blick über das Enztal mit dem oberen Streichwehr und zu den steil abfallenden Rebhängen des Niedernberges. Durch winklige Gassen flankiert von prächtigen Fachwerkhäusern kommen wir zur höchsten Punkt der Altstadt mit dem Steinhaus mit dem davor stehenden Gedenkstein des Staufergeschlechtes, dem Schochenturm und der erstmals 12379 erwähnten ev.- Stadtkirche.
Dieser im Jahre 1484 dem Heiligen Cyriakus geweihten Kirche galt unser Besuch. Ein besonderes Schmuckstück in ihrem Innern ist der aus Lindenholz geschnitzte Hochaltar, welcher Christoph von Urach zugeschrieben wird.
Durch das obere Tor, welches das Steinhaus mit dem Schochenturm verbindet kommen wir zur Stadtmauer auf der Neckarseite der Stadt. Hier unterhalb floss einst der Neckar entlang, ehe er zur Schifffahrtsstraße ausgebaut wurde. Hier endete nun der Rundgang durch die Besigheimer Altstadt, um anschließend wieder zurück zum Bahnhof dem Wanderausgang  zu gelangen.
Steil zwischen alten Weinbergmauern führt uns die Wanderstrecke hoch zum Panoramaweg  um hier oben bei einem kurzen Zwischenstopp unerwartet in den Genuss einer kleinen Überraschung seitens der Bietigheimer Wanderfreunde zu kommen. Günter und Edith kredenzten der Wanderschar eine Probe Besigheimer Wein welcher allen mundete! Verbunden mit einem kleinen Rückblick von Günter über 45 gemeinsames Wandern mal hier und mal dort verging die Zeit zum weiterwandern wie im Fluge. Auf diesem Wege ein Dankeschön für diese nette Überraschung!
Herrliche Ausblicke erwartete die Wandergruppe auf ihrem Weiterweg hoch über dem Enztal und auf das Städtchen Besigheim. Herrliches Weinland wohin man auch schaute und soweit der Blick reichte. Dichtgestaffelt die Weinbergschrannen bis hinab ins Tal, teils noch behangen mit köstlichen Trauben. Von Ferne grüßten uns die Hessigheimer Felsengärten mit ihren schroffen Felsformationen, ein bekanntes Kletterparadies und zog in weiten Bögen der Neckar seine Bahn.
Der letzte Halt erfolgte bei der schönsten Weinsicht, einer aufgestellten Metallsteele mit Traubenmotiven und Infotafeln auf denen wissenswertes über diese herrliche Weingegend zu erfahren war.  Bei der halbstündlichen Rastpause in der wärmenden Herbstsonne lassen wir die Seele baumeln und genießen den herrlichen Ausblick von diesem Ort.
Und weiter zogen wir dahin zur Walheimer Burg, deren Name auf eine ehemalige Fliehburg und Kultstätte der Kelten zurück geht. Der anschließende Abstieg bringt uns hinab in den alten Weinort Walheim, der erstmals 1071 urkundlich erwähnt wurde. Anno 85-120 nach Chr. wurde hier von den Römern ein Kastell angelegt, auf dessen Überresten das heutige Römermuseum erbaut wurde.
Im alten Walheimer Ortskern erwartete uns in ,,Karlos Westernsaloon“ ein im Westernstil eingerichteter alter Walheimer Besen die Schlusseinkehr um in geselliger Runde den Wandertag ausklingen zu lassen, verbunden mit dem Dank an die Wanderführer Wolfgang und Wilfried. Wir alle freuen uns schon heute auf das Wiedersehen im nächsten Jahr im Badener Land zur nächsten Gemeinschaftswanderung.

Bericht: W. Wachter

 Zum Geleit!

Alt Besigheim, du feine Stadt voll Schönheit und voll Güte

an dir sieht nie das Auge satt wohl wird´s hier dem Gemüte.  

Vom schönen Neckar und der Enz so malerisch umflossen,

vom Blütenschmuck im jungen Lenz und Rebenhöh´n umschlossen!

Von Heinrich Furkel aus Walheim

Von Calw nach Bad Teinach am 14. September

Am Donnerstag, 14. September luden wir zu einer abwechslungsreichen Wanderung ein.
Die Wanderung führte, bei regnerischem Wetter,
von Calw aus an der Nagold entlang nach Kentheim. Von dort durch die Rötelbachschlucht, dem Bach entlang nach Zavelstein. Hier war im Wanderheim der OG. Calw eine Zwischeneinkehr. Danach ging es über die Burgruine
Zavelstein hinab nach Bad Teinach und an der Teinach entlang zum Bahnhof Bad Teinach.

Von Büchenbronn nach Neuenbürg am 10. September

Bei überraschend gutem Wanderwetter traten 27 Teilnehmer die erste Sonntagswanderung im September an. Beim Zwischenstopp in Pforzheim war genügend Zeit, um hinüber zur Poststraße zu gehen und das Denkmal der Rassler anzusehen, von denen die Wanderführerin bei ihrer letzten Wanderung am Monbachtalbahnhof schon berichtet hatte.
Danach ging es weiter mit dem Bus zum südlichen Ortsrand von Büchenbronn zum Ausgangspunkt der Wanderstrecke. Schon nach wenigen hundert Metern erreichte die Gruppe mit dem Areal um den Herrmannsee ein beliebtes Nahausflugsziel der Pforzheimer Bevölkerung, das aber längst nicht allen Bietigheimer Teilnehmern bekannt war. Zunächst führte der Weg durch das dazu gehörige Wildgehege, in dem vor allem zahlreiche Wildschweine und Damwild beobachtet werden konnten. Der idyllische kleine Herrmannsee selbst, etwas versteckt hinter einer hohen Hecke neben dem Hotelgebäude, konnte dann aber an einer Stelle doch eingesehen werden. Der Name, so erfuhren die Wanderer, stammt von den Büchenbronner Brüdern Herrmann, die bereits 1930 hier in den Feuchtwiesen die Pfatschbachquellen zu einem Teich gefasst hatten. Ursprünglich zur Fischzucht gedacht, dann aber durch ständige Vergrößerung auch zunehmend als Badesee genützt. Bis heute gibt es einen Ruderbootsverleih in den Sommermonaten.
Nun war es aber vorbei mit dem gemütlichen Stehen und Schauen. Nun musste der Anstieg zur Büchenbronner Höhe (608m) mit dem stählernen roten Aussichtsturm erklommen werden. Obwohl das letzte Wegstück sehr steil ist, schafften es auch alle und genossen die Vesperpause bei Sonnenschein auf der umgebenden Wiese. Einige Schwindelfreie stiegen auch noch die enge Wendeltreppe hinauf auf die Turmplattform, um sich die herrliche Aussicht rundum nicht entgehen zu lassen. Nach einer guten halben Stunde brach man wieder auf Richtung Engelsbrand, einem der ursprünglich für die Gegend typischen Waldhufendörfer. Am Ortrand gab es wieder einige interessante Informationen zu dieser Siedlungsform und dem heutigen Ort, bevor man sich an den Abstieg in Grösseltal hinunter machte. Dort lud auf Talebene des Grösselbaches das gleichnamige Gasthaus zu einer kleinen Zwischenrast ein. Dahinter hieß es noch einmal kurz steigen, bis die Ebene Hauptweges um die Untere Reute erreicht war. Auf diesem breiten Forstweg ließ es sich nun bequem bis Neuenbürg wandern, wo direkt am Weg das Wanderheim des Schwarzwaldvereins zur Schlusseinkehr lockte. Noch einmal nahm davor die Wanderführerin die Gelegenheit wahr, die Teilnehmer sowohl über die heutige Stadt als auch über die große historische Bedeutung zur Keltenzeit zu informieren, als die Neuenbürger Gegend geradezu eine „Hightechregion“ der Eisengewinnung und Verhüttung mit zahlreichen sogenannten Rennfeueröfen war. Über diese bei den Teilnehmern weitgehend unbekannten Tatsachen staunten die Wanderer nicht wenig. So konnte die zur Schlusseinkehr vereinbarte Zeit genau eingehalten werden und alle sich zufrieden bei gutem Essen erholen. Im Anschluss bedankte sich Elke Barth im Namen der Gruppe für die abwechslungsreiche und informative Wanderung, die alle gut bewältigen konnten.
Am Bahnhof stand die Gruppe dann auch wieder pünktlich auf dem Bahnsteig, um einen nach Bietigheim durchfahrenden Zug zu erreichen. Doch ähnlich wie am Monbachtalbahnhof erlebte sie wieder eines der Bahnrätsel: der Zug kam einfach nicht – sodass man die nächste Verbindung abwarten musste. Wenigstens entschädigte dann der wärmende Sonnenschein für die extra Wartezeit.

Bericht:E. Jenkins

Gemeinsam über die Grinden des Nordschwarzwaldes am 26. August

Schwarzwaldverein und Albverein waren  im Naturschutzgebiet Schliffkopf und auf dem Lotharpfad gemeinsam auf Tour

Bei herrlichem Wetter starteten die Wanderfreunde beider Vereine zu ihrer diesjährigen gemeinsamen Wanderfahrt in die Grindenlandschaft des ca. 1000 m hoch gelegenen Naturschutzgebietes des Schliffkopfes im Nordschwarzwald. 

Trotz mehrerer Umleitungen wurde der Ausgangspunkt an der Schwarzwaldhochstraße gelegene Ort Kniebis nahezu pünktlich erreicht. Wie immer wurde auch diese Wanderung in mehreren Etappen aufgeteilt, so dass jeder Teilnehmer die Tour nach seinen Kräften selbst bestimmen und einteilen konnte.
Nach einem kurzen Info zum Ort ging es zum nahen Ellbachseeblick. Von hier genoss die Wandergruppe erste Ausblicke über die Schwarzwaldhöhen und zu dem tief unten liegenden Ellbachsee. Auf dem Heimatpfad Kniebis erfolgte der Weiterweg zur Alexanderschanze. Ihren Namen erhielt sie durch eine nach Herzog Karl Alexander von Württemberg benannte Schanze, welche zur Absicherung der württembergischen Grenze auf der Passhöhe angelegt wurde. Nun führte die rote Raute des Westweges die Wanderer auf schmalem Pfad durch die urige Grindenlandschaft. Beiderseits des Weges von Sturmwinden zerzauste Legföhren, Birken und Fichten. Der moorige Boden war bedeckt von Heidelbeeren, Erika und der borstigen Rasenbinse, auch Bocksergras genannt. Sehenswert auch die alten Grenzsteine, welche einst das Herzogtum Baden und das Königreich Württemberg abgrenzten. Beim Höhenhotel Zuflucht, ein Ortsteil von Bad Peterstal – Grießbach wurde Mittagsrast gehalten. Nach der Pause wurde in kurzer Wanderzeit die Röschen Schanze erreicht, benannt nach ihrem Erbauer Major Rösch. Sie diente wie die Alexanderschanze zur Absicherung der dortigen Passhöhe. Vom nahen Rossbühl aus wiederum weitreichende Ausblicke über die Schwarzwaldhöhen und Täler. Unzählige alte Grenzsteine säumten die weitere Wanderstrecke. Entlang des westlichen Steilabfalles der Grindenflächen erreichen wir den Zugang zum Lotharpfad, den wir über Stege, Treppen und Aussichtsplattformen durchstreifen. Seit dem Orkantief am 2. Weihnachtsfeiertag 1999, als der Orkan Lothar mit Sturmböen von über 200 km/h über die Schwarzwaldhöhen fegte, lagen damals rund 30 Millionen Kubikmeter Holz am Boden, gebrochen, zersplittert und für die Weiterverarbeitung kaum noch zu gebrauchen. Für die Waldbesitzer eine Katastrophe, nicht aber für die Natur. Sie schuf neues Leben. So zeigen sich Jahr für Jahr neue Entwicklungen, die Bäume werden größer und ein neuer Wald wächst heran.
Nun folgte die letzte Etappe zum Wanderziel dem 1054 m hohen Schliffkopf. Unterwegs nochmals herrliche Ausblicke beim Schurkopf über die Schwarzwaldhöhen und Täler und zu den Vogesen. Ein wunderschöner Ort zum längeren Verweilen. Vom Steinmäuerle aus der letzte Anstieg hoch zum Schliffkopf, um hier nochmals die Aussicht zu genießen. Vorbei am Gedenkstein des Schwäbischen Schneeschuhverbandes erfolgte der Abstieg zum Bus, um von hier über den Ruhestein entlang der Rotmurg hinab zur Schlusseinkehr nach Baiersbronn Obertal zu fahren.
Im Gasthof zur Blume klang der harmonisch verlaufende, gemeinsame Wandertag bei bester Bewirtung und einem gemütlichen Beisammensein aus.
Auf der Heimfahrt ein herzliches Dankeschön den Wanderführern Edith und Günter für den schönen Wandertag.