Schwarzwaldverein besichtigte die Fa. Liebherr in Ehingen und besuchte das Städtchen Zwiefalten am 18. Juli 2024

Nicht das Wandern stand diesmal im Vordergrund dieser Ausfahrt,
sondern eine Werksführung bei der Fa. Liebherr.

Liebherr kennt eigentlich Jeder. Warum Jeder, man sieht die Turmkräne auf fast jeder Baustelle, oder wenn die Fa. Wiesbauer mit ihren Mobilkränen durch unsere Stadt fährt, oder man hat vielleicht einen Kühlschrank von Liebherr.

1949 in der Nachkriegszeit waren weite Teile Deutschlands im Wiederaufbau. Hans Liebherr leitet das Baugeschäft seiner Eltern in Süddeutschland. Er erkennt den Bedarf an Werkzeugen und Maschinen für  das Baugewerbe und den Wohnungsbau. Gemeinsam mit Konstrukteuren und Handwerkern entwickelt er 1949 den ersten mobilen Turmdrehkran. Er ist auch das erste Produkt der 1949 in Kirchdorf gegründeten Hans Liebherr Maschinenfabrik. Die Erfindung des mobilen Turmdrehkrans war zugleich die Geburtsstunde des Unternehmens Liebherr. Innerhalb des ersten Jahrzehnts entwickelt sich die kleine Baufirma zu einem etablierten Hersteller von Baumaschinen und vielen weiteren technisch anspruchsvollen Produkten. Von den vielen Sparten die Fa. Liebherr heute weltweit abdeckt gehört  die Fertigung von Mobilkränen jeder Art in Ehingen an der Donau. Und dieser Fertigung galt unser Augenmerk.

Die Betriebsführung bei Liebherr war beeindruckend. Die Gruppe erhielt einen Einblick in die Welt des Kranbaues und konnte hautnah miterleben, wie die imposanten Maschinen hergestellt werden. Die Mitarbeiter von Liebherr standen den Besuchern geduldig Rede und Antwort. Sie erklärten ruhig die komplexen Abläufe und Technologien Es war faszinierend zu sehen, wie präzise und effizient die Produktion abläuft. Während der Mittagspause war die Gruppe zum Essen in der Werksgastronomie eingeladen. Danach ging es über das Freigelände wo die Kranen zusammengebaut und getestet werden. Riesige Raupenkräne und kleine Mobilkräne alles war hier zu sehen und zu bestaunen. Das Gruppenbild zeigt die Größe, als sich die ganze Gruppe in dem Raupenkranz eines Kranes aufstellte.  Als die Führung nach 4 Std. endete, waren alle Teilnehmer voll mit neuen Eindrücken aber auch müde. Die Verantwortlichen bedankten sich bei den Werkführern und die Gastfreundschaft.  Nur Ein Wermutstropfen war zu beklagen es herrschte auf dem ganzen Gelände absolutes Fotografier Verbot, was die Gruppe auch strick einhielt.

Nach dem Besuch bei Liebherr ging es weiter nach Zwiefalten. Hier konnten die Teilnehmer bei einem entspannten Spaziergang die malerische Umgebung und das Münster besuchen oder sich bei einem kühlen Getränk erholen.  Die idyllische Atmosphäre in Zweifalten bot eine willkommene Abwechslung nach dem aufregenden Besuch bei Liebherr. Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen ging es zurück nach Bietigheim-Bissingen. Der Besuch bei Liebherr und der Aufenthalt in Zwiefalten war ein gelungener Ausflug, der allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben wird.

Bericht: Karin Knäbel / G.Schwarz  Fotos bis aufs Gruppenbild von der Vortour

Zu den Märzenbechern am 07. März 2024

Kibannele und Märzenbecher…

Einen wunderschönen, vorgezogenen Wandertag erlebten die Wanderer auf ihrer Stromberg Tour vom Bergstädtchen Hohenhaslach nach Ochsenbach. Vorgezogen deshalb, weil die Märzenbecher schon Mitte Februar in voller Blüte standen und eventuell die Blüte am 21. März schon hinüber ist.

Unter dem Motto „Vorfrühling, Weitblicke, Geschichte und erblühende Natur“ machten sich die Bietigheimer Schwarzwälder, verstärkt durch die Aktiven Senioren, von der Haslicher Bushaltestelle Steige aus auf ihren Weg hinauf zur anno 1767 erbauten Kelter. Weiter ging es, teils auf dem 2019 ausgeschilderten „Weitblickweg“ durch die Haslicher Weinlagen welche sich bis zur Hohen Reute hochziehen.

Herrlich das wandern auf diesem Weg so hoch oben über dem Kirbachtal bis zum Wegestandort Blickwechsel um hier eine Rast einzulegen. Von hier aus der Blick auf den zum Greifen nahen 477 m hohen Baiselsberg, auf dem sich die ausgegrabenen Reste eines kleinen Augustinerinnen Kloster befinden. Das Wegezeichen führte uns abwärts durch den Wald ins Schippentäle, wo sich einst die ehemalige Schippenmühle befand.

Um diese Mühle rankte sich einst die Geschichte um die schöne Schippenmüllerin und dem Herzog Ulrich welche der Nachwelt überliefert ist. Ganz in der Nähe am Fuße des Brombergs stand einst die Burg der Edelfreien von Bromberg, nur noch der Name erinnert an dieses Edelfreiengeschlecht.

Vorbei an der stattlichen, ehemaligen Bromberger Mühle im Kirbachtal wanderten wir dahin durch die Talaue mit blühendem Schlehengebüsch, über das Tannenbrunnenbächlein und vorbei an Ochsenbach. Der munter, über bemooste Steine, dahinplätschernden Kirbach wurde überquert. Nun ging es auf schlammigen und rutschigen Weg hinauf zum Blauen Sträßle. Dem folgte die Wandergruppe bis zum Ziel der im Tiergartenwald gelegene Standort der Märzenbecher. Nun war man gespannt ob die Märzenbecher noch blühten. Auf matschigen Weg folgte man den Zaun der den Standort schützt und siehe da der Weg war nicht umsonst. Tausendfach sah man die weißen Glöckchen und die Wanderer wurden gar nicht müde diese Pracht zu fotografieren. Langsam wurde es Zeit weiter zu gehen.

Nach wenigen Metern wurde der Kirbachhof erreicht, ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, heute ein moderner Landwirtschaftsbetrieb. Hier beim nahen Kirbachhof, erwartete uns die Statue des Kibannele inmitten eines kleinen, mit Schilf umwachsenen Seeleins. Einst ließ Herzog Eberhard III. Hier an diesem verwunschenen Ort 1644 einen Tiergarten, Fasanerie und Fischteiche anlegen, und später ein kleines Jagd und Lustschloss für die zahlreichen Treibjagden.

Alles nur noch vergangene Geschichte, von allem nur noch geblieben die alljährlich wiederkehrende Märzenbecherblüte und das einsam im See stehende und von vergangenen Zeiten träumende Kibannele Jagdgöttin Diana, oder Kybele Göttin der Natur.

Märzenbecher, strahlend weiße Glocken
leuten schon den Frühling ein,
trotzen kaltem Wind und weißen Flocken
wollen zarte Frühlingsboten sein.

Mit flottem Schritt ging es nun in der Abendkühle hinauf nach Ochsenbach um im Gasthaus zum Stromberg den Wandertag in geselliger Runde ausklingen zu lassen, verbunden mit dem Dank an unser Wanderführerduo Karin und Günter.

Bericht: W. Wachter Bilder: G. Schwarz

Das Wanderjahr klingt aus! am 10. Dez. 2023

Die Jahresabschlusswanderung führte 35 erwartungsvolle Wanderfreundinnen und Wanderfreunde auf den Spuren der  Bönnigheimer Ganerben durch die historische Bönnigheimer Altstadt und auf einer Runde durch die angrenzenden Weinberge des Städtchens.
Startpunkt zu der 2.5 Std. Wandertour war bei der alten Bönnigheimer Ganerbenburg.
Vorbei an den zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Städtchens führte der kleine Rundgang vorbei am Schloss heraus und später hoch in die weitläufigen Bönnigheimer Weinlagen.
Herrliche Ausblicke von hier aus über unsere nähere Heimat. Bald darauf gab der Wanderverlauf den Blick auf auf die Trulla und den sagenumwobenden Michaelsberg mit seinem kleinen Kirchlein frei. Wir aber schwenkten ab, die Württemberger Weinstrasse querend und in Richtung Botenheimer Heide weiter zu wandern. Wiederum von diesem Höhenweg aus der Blick übers Zabergäu zum uchelberg mit dem Dürrenzimmerere Hörnle und zur Burg Neipperg.
Herrliches Weinland, wohin man auch schaute!
Nun war es nicht mehr weit hinab nach Bönnigheim, wohin uns der Köllesturm als Wegeweiser diente.
Hier schloss sich nun der Kreis der heutigen Wanderrabschlusstour mit der Abschlusseinkehr in der alten Brauerei beim gemütlichen Beisammensein in geselliger Runde.
S ,,war mal wieder ein schöner Jahresabschluss, verbunden mit der Vorfreude auf Weihnachten und auf´s „Neue Wanderjahr“.

W. Wachter

Bilder: W. Steinkamp

Germersheimer Festungsgeschichte erkundet am 25. Nov. 2023

Unter diesem Motto war die Wandergruppe des Bietigheimer Schwarzwaldvereins unterwegs im pfälzischen ,,Germersche“.

Unter der sachkundigen Führung von Herrn Erhard machten wir uns auf um die ehemalige Festung Germersheim auf einem 2 stündigen
Rundgang zu erkunden. Errichtet wurde die Festungsanlage auf Anordnung des bayerischen König Ludwig I. von Ingenieur-Oberst Friedrich Ritter von Schmauß.
Im 19. Jahrhundert war die Stadt vollständig von einer 3.200 meter langen Festungsmauer umschlossen und diente einst als Bollwerk gegen Frankreich. Heute bieten die nach der Schleifung nach dem 1. Weltkrieg noch vorhandenen Teile der Festungsanlage dem Besucher ein faszinierendes Stück Gernsheimer Geschichte.
Nach dieser Vorabinfo führte der Rundgang durch das Weißenburger Tor die Gruppe hinein in die wetläufige Festungsanlage mit den Kasematten, Geschützkammern und die unterirdischen Minengängen. Die Festung gliederte sich einst in sechs Verteidigungsabschnitte (Fronten) genannt, davor befanden sich neun Vorwerke. Im sogenannten polygonalen Kaponniersystem errichtet, welches auf Grund der vorgelagerten Grabenwehren erreicht wurde, dass jeder Punkt zwischen Hauptumwallung und Grabenwehr unter Feuer genommen werden konnte. Noch vieles mehr über diese Festungsanlage erfuhren wir auf dem Rundgang welcher uns in die damalige Germersheimer Geschichte entführte.

Ein kurzer Spaziergang führte im Anschluss der Besichtigung entlang des Rheins zur Schlusseinkehr, ehe wieder mit der Bahn die Heimfahrt erfolgte.

W. Wachter

Bilder von W. Steinkamp

Durch Schluchten und Klingen von Wüstenrot nach Sulzbach am 12. Okt. 2023

 

Im Schwäbisch-Fränkischen Wald sollen sich zwei tief eingeschnittene Klingen, die Bodenbachschlucht und die Tobelschlucht, befinden. Diese wollte der Schwarzwaldverein Bietigheim-Bissingen bei einer Wanderung erkunden.

Von Wüstenrot aus führte der Georg-Fahrbach-Weg zum Parkplatz Seewiese und von dort weiter zum Einstieg in die Bodenbachschlucht. In diese stieg nun die Wandergruppe. Über felsige Stufen, schmale, rutschige Pfade und kleine Brücken hinab bis zum Dentelbach.  Oftmals mussten die mitgeführten Wanderstücke zur Hilfe genommen werden. Imposant, großartig war der Tenor der Teilnehmer.

Nach einer kleinen Pause folgte man dem Dentelbach aufwärts, den Georg-Fahrbach-Weg verlassend, in die Tobelschlucht. Einen Kilometer lang schlängelt sich der Bach durch die schroffe Klinge, dabei fließt er über Felsen und bizarre Steinformationen. In der Tobelschlucht wanderte man durch ein phantastisches Naturdenkmal im Schwäbisch-Fränkischen Wald.  Manche Klinge bekommt den Namen Schlucht verpasst, was das eine oder andere mal etwas übertrieben wirkt. In der Tobelschlucht jedoch kommen sich steile Felswände so nahe, dass sich wirklich  Schluchtartig wirken. Immer wieder blieben die Wanderer stehen um zu schauen und zu fotografieren. Den Abschluss dieser Schlucht bildet der Hohle Stein, eine imposante Erscheinung. Mehrere Meter hoch und etliche Meter breit wurde die Wand von unten her grottenartig ausgespült, sodass sich ein beeindruckender Überhang gebildet hat. Die Stelle bot sich zu einem Gruppenfoto an. Ein, mit mehr oder weniger begehbaren Stufen, steiler Pfad führte durch Amphitheaterartige abschließende Felswände der Tobelschlucht hinauf zu einem Rastplatz. Diese Schlucht war ja noch großartiger und imposanter als die Bodenbachschlucht. Aber dieser Teil der Wanderung war auch kräftezehrend und man hatte sich eine Vesperpause wohlverdient.

Nach der Rast folgte der weitaus weniger anstrengende Teil der Wanderung. Er führte die Gruppe über freies Feld mit guter Fernsicht nach Großhöchberg und weiter nach Kleinhöchberg.

In Kleinhöchberg führte der Weiterweg  zuerst sehr steil dann aber flach abfallend durch eine liebliche Talaue ins Fischbachtal. Dem Fischbach folgend ging es dann durch schöne Schrebergärten zur Schlusseinkehr nach Sulzbach. Bei einem herzhaften Vesper und einem Dank vom Vorsitzenden Rolf Kaufmann klang dieser erlebnisreiche Wandertag aus.

Vom Travertinpark zum Max-Eyth-See am 15. Juni 2023

Nach der Brünneles-Tour am 04.Mai war eine weitere Tour in Bad-Cannstatt/Stgt. Münster geplant. Und so startete eine Gruppe am 13. Juni am Stadtbahn-Halt Mühlsteg der U-14 um ein weiteres Kleinod in Stuttgart, den Travertinpark, kennenzulernen.

Der Travertin – was ist das??

Der Travertin, dem der Park seinen Namen verdankt, ist ein besonderer Kalkstein, der durch die Nähe zu den Stuttgarter Mineralquellen entstanden ist, und der viele Jahre lang hier in Cannstatt abgebaut wurde.
Das Stuttgarter Vorkommen an Travertin ist einzigartig in Deutschland. Schon in der Antike nutzten die Menschen hier, vor allem die Römer, den schnell verfügbaren Kalkstein. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Travertin im Stadtteil Hallschlag industriell abgebaut. Bis 2007 wurde der Steinbruch betrieben.
In Stuttgart wurde der Stein z.B. an der Außenfassade der Wilhelma oder der Neuen Staatsgalerie verbaut. Auch die Fassade des Mittnachtbaus in der Innenstadt besteht aus Travertin. So wurde der Kalkstein aus Bad‐Cannstatt in den letzten beiden Jahrhunderten für Bauwerke weit über die Stuttgarter Stadtgrenzen hinaus verwendet z.B.  beim Bau des Nürnberger Märzfeldes (Bahnhof) oder die 14 steinerne Zeitzeugen unterhalb des Parks. Die 15 m hohen „Lauster‐Säulen“.
Zunächst ging es dem Neckar entlang zum und durch das Müll-Heizkraftwerk. An der Neckartalstr. konnten dann die 14 Lauster-Säulen bestaunt werden die 1936 von der Stadt Berlin beim Steinbruch Lauster bestellt aber nie abgeholt wurden.
Weiter führte der Weg teilweise parallel der stillgelegten Industriebahn Münster–Cannstatt hoch zum Travertinpark. Sie war die erste elektrisch betriebene Industriebahn Württembergs.
Von einem Aussichtspunkt konnte der Rest über das Abbaugelände der ehemaligen 3 Steinbrüche überschaut werden.
Weiter ging es zu den noch teilweise vorhandenen Resten des Maschinenparks wie Kranbahnen, große Kreissäge, Steinbearbeitungsgeräte und Reste der Gleisanlage. Nebenbei konnte man von hier oben die wunderschöne Aussicht auf Bad-Cannstatt und einen Teil von Stuttgart genießen. Nun ging es in den Steinbruch wo man noch die Spuren des Abbaus und die verschiedene Färbungen des Kalksteins sehen konnte. Die Zeit verging und es war Zeit weiter zu gehen.

Vorbei an der ehemaligen Zuckerfabrik von der lediglich nur noch zur Bottroper Straße hin Teile der Verwaltungs- und Wohngebäude der ehemaligen Fabrik stehen.
Die Zuckerfabrik Stuttgart wurde 1851 von der Württembergischen Hofbank gegründet. Aufgrund ihres gleichwertigen Zuckergehalts sollten Zuckerrüben zur Zuckergewinnung herangezogen werden. Dies war zwar bereits 1747 erkundet aber es fehlte die Nachfrage. Die Gründung der Zuckerfabrik fiel in eine Zeit, in der die Stuttgarter Schokoladenindustrie aufblühte. Hohe Nachfrage entstand bei den Herstellern Waldbaur, Moser-Roth und Eszet.
1903 wurde das Betriebsgelände am Stuttgarter Nordbahnhof verkauft und der Firmensitz in das damals noch selbstständige Münster verlegt. Dort wurde eine moderne Industrieanlage mit Raffinerie und Gleisanschluss errichtet, der zum an der Schusterbahn gelegenen Bahnhof Münster führte. Ein Großbrand zerstörte die Fabrik im Jahr 1906; Nahezu baugleich wurde die Fabrik wiederhergestellt. Um 1910 konnten aufgrund der hohen Auftragslage  zwischen 200 und 400 Arbeiter beschäftigt werden. 1926 ging die Zuckerfabrik Stuttgart durch Verschmelzungsvertrag in der Süddeutschen-Zucker-AG, später Südzucker AG (dem größten Zuckerfabrikanten Europas), auf. Nach weiteren Bränden wurde die Fabrik 1971 geschlossen. Heute hat Stuttgart keine Zuckerfabrik mehr. Der Betrieb in Münster wurde eingestellt und die Produktionsanlagen größtenteils abgerissen. Stattdessen wird auf dem ehemaligen Betriebsgelände modernes Gewerbe betrieben. Dort hat u. a. die Freie Kunstschule Stuttgart ihren Standort.

Nun führten uns die Wanderführerin hinüber zur Einkehr in der “Alten Ziegelei“. Eine Gastronomie auf dem Gelände der ehemaligen Ziegeleien auf dem Hallschlag. Schon die Römer nutzten den hier vorhandenen Lösslehm zur Herstellung von Tonwaren. Die Ziegelei Höfer fertigte industrielle Ziegelwaren hier bis ca. 1940.
Nach der Einkehr erfolgte der nächste Halt beim “Schusterbähnle“ im Stadtteil Münster. Die Schusterbahn verdankt ihren Namen den Zügen welche die Arbeiter zu den Salamanderwerken in Kornwestheim brachten. Die Bahnstrecke Stuttgart-Untertürkheim–Kornwestheim (regional auch als Schusterbahn  bekannt) ist eine ca. 11, 5 Kilometer lange Güterumgehungsbahn. Die zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn verbindet Stuttgart-Untertürkheim mit Kornwestheim und dient als Umgehungsbahn in erster Linie dem Güterverkehr zur Umfahrung des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Die Strecke wurde am 30. September 1896 mit der Einweihung des Bahnhofs in Stuttgart-Münster eröffnet.
Der Weiterweg führte durch eine schöne Gartenanlage hinunter zum Neckar dem wir flussabwärts  folgten.
Am linken Ufer des Neckars in Stuttgart-Münster erreichten wir eine ca. 12 m hohe Wand aus Löß, die als Naturdenkmal Erdgeschichtlicher Aufschluss im Löß Freienstein ausgewiesen worden ist.
Löß ist ein Sediment. Das feine Gestein wurde während der vor rund 30.000 Jahren aus dem Oberrheingraben mit den vorherrschenden Westwinden hierher geweht und abgelagert wurde. Lößböden sind sehr fruchtbar.
Nun gelangte die Gruppe zum ehemaligen Wasserwerk von Feuerbach (heutiges Weingut “Zaiserei“). Am 31. August 1895 wurde dies seiner Bestimmung übergeben und versorgte bis 1935 den aufstrebenden Ort mit Wasser.
Nach Überquerung des Neckars gelangten die Wanderer zum Max-Eyth-See. Dieser entstand in den 1920er Jahren aus einer immer größer werdenden Kiesgrube. Im Zuge der Neckarkanalisierung wurde der See als Stausee genutzt. 1970/71 erfolgte der Ausbau des Geländes zum Naherholungsgebiet. Hier an der U-Bahn Haltestelle endete auch der Industrie-kulturhistorische Wandertag.

5 Jahre Nachmittagstreff im Back-Café Stöckle am 29. Juni 2023

Liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, im Juni 2018 trafen sich die älteren Wanderfreunde des Bietigheimer Schwarzwaldvereins zu ihrem ersten gemütlichen Nachmittagstreff im Back-Café Stöckle im Laiern.

Unter dem Motto „bei einem Kaffee und Kuchen zwanglos zusammen sitzen und mit einander schwätzen“ was es Neues gibt, trafen sie sich immer am letzten Donnerstag des Monats zu diesem Nachmittagstreff.

Seitdem sind nun 5 Jahre ins Land gezogen, und aus diesem Anlass gab es seitens des Vereins für jeden ein Hefegebäck in Form einer ,,Fünf“ als kleinen Dank für dieses fünfjährige Jubiläum!

Wolfgang Wachter

Backphilosopie hautnah erlebt! Am 30. März 2023

Unter diesem Motto bot der Bietigheimer Schwarzwaldverein, im Rahmen seines monatlichen Nachmittagstreffs im Back-Café-Stöckle im Laiern, eine Führung durch den modernst ausgestatteten Bäckereibetrieb an.

Herzlich willkommen geheißen zu dieser Führung vom ,,Chef“ Herrn Mahl in seiner großen Backstube wo trotz aller Technik noch heute mit Leidenschaft und Liebe geknetet und gebacken wird, denn neben dem Backen geht nicht nur der Teig auf…. sondern auch das Herz.

Bei der Führung erfuhren wir vieles über die Teigherstellung unter dem Stichwort „was lange geht, wird besser“, den verschiedenen Mehlsorten aus denen die Brote hergestellt werden. Ein jedes Brot hat seinen eignen und  Sortentypischen Geschmack, kurz gesagt die Auswahl lässt keine Wünsche offen! 20 verschiedene Brotsorten werden in der Woche gebacken, davon wird eine zum Brot des Monats auserkoren.
Die vielen Auszeichnungen bei den Brotprüfungen zeugen von der hohen Qualität des nach altem Bäckerhandwerk gebackenen Brotes.

Neben den Broten werden eine Vielzahl von Brötchen, süßen Stückchen, Laugengebäck, Kuchen und Torten hergestellt, alles was das Herz begehrt.

Wie schon Herr Mahl zu Beginn der Führung sagte: Die gute Qualität der Backwaren beginnt schon bei der Auswahl der Zutaten, der Reifezeit des Teiges und auch der Backvorgang hat großen Einfluss auf die Erzeugnisse der Bäckerei, die einst im Jahre 1949 von Bäckermeister Hermann Stöckle in Bietigheim gegründet wurde.

Die gestellten Fragen der Teilnehmer über das Backen allgemein, alles über den gespammten Betriebsablauf wurden von Herrn Mahl sachkundig beantwortet, so dass wir alle nach der sachkundigen Führung um einiges an Erfahrung reicher waren über das Bäckerhandwerk.

Wie heißt es doch: Wein und Brot hält Leib und Seele zusammen! Ein Dankeschön zum Schluss für Herrn Bäckermeister Herrn Mahl und an Edith Schwarz auf deren Initiative die Besichtigung stattfand.

Der gemeinsame Abschluss bei Kaffee und Kuchen beendete diesen informativen Nachmittag im Back-Café…….

Bericht W. Wachter

 

Ins Brezelmuseum am 18. Februar 2023

Das  2016  eröffnete und vom ehemaligen Firmenchef Karl Huober gegründete Brezelmuseum war das Wanderziel am 18. Februar 2023.

Mit der S-Bahn ging es nach Marbach wo Karin Knäbel jetzt alle Teilnehmer begrüßen und den Wanderablauf erklären konnte.

Dann ging es parallel zur Bahnlinie durch alten Streuobstbestand im Gewann Altenberg zur, im April 1945 von Waffen SS gesprengten, Schweißbrücke.  Nach Überquerung der Brücke links ins Industriegebiet von Erdmannhausen.

An einer am Wege liegender nachgebauter steinernen Ruhebank -Eine „Gruhe“-  gab es einen kurzen Stopp. Die Wanderführer verteilten an die Teilnehmer „Huober Brezeln“ und von Karin wurde das von Manfred Rommel verfasstes Gedicht über die Laugenbrezel vorgetragen.  Weiter   ging es um bei einer Hinweistafel zum ehemaligen Ort Weikershausen nochmals anzuhalten.  Hier gab es einen kurzen Überblick über die 1200 jährige Geschichte von Erdmannhausen.  Nach der geschichtlichen Einlage war es nicht mehr weit zum Brezelmuseum.

Dort wurden die Gruppe von der Museumsführerin  Frau Hart erwartet. Das Museum gilt als einzigartig in seiner Art. Es widmet sich voll und ganz der Brezel von der handwerklichen bis zur industriellen Produktion.  Nicht erst seit dem Bäcker Frieder aus Urach, der die Brezel angeblich erfunden haben sollte, sondern schon in uralten Zeiten, zum Abendmahl, zu Weihnachten und Neujahr gab es diese, als heiliges Gebäck. Auch konnten die Teilnehmer sich beim selber Brezeln schlingen versuchen.  Man glaubte es kaum, aber nur zu soo einer Brezel gab es so viel Interessantes zu erzählen. Mit einem kleinen Präsent verbunden mit dem Dank endete die kurzweilige Führung.

Weiter ging es einem Fußweg folgend hinauf zur Vereinsgaststätte „Fischers Herd“ nur noch unterbrochen beim Hofgut Stegmeier, wo den Teilnehmern eine kleines Video präsentiert wurde. Hier musste der Besitzer 3 Kühe notschlachten weil durch die Silvesterknallerei ein Chaos im Stall entstanden ist.

Mit der Einkehr in „Fischers Herd“ und dem Dank von Regina Jöns an die Wanderführer endete dieser Wandertag, an dem auch an die Mitglieder gedacht wurde, die nicht mehr so gut zu Fuß waren.