In die Badische „Toskana“ am 09. Juli 2022

Städtefahrt  nach Gengenbach!

Eine Perle unter den romantischen Fachwerkstädtchen des Schwarzwaldes ist Gengenbach.

Dieser Ort, idyllisch in der Ortenau an der Kinzig gelegen, war das Ziel der Städtefahrt des Bietigheimer Schwarzwaldvereins. Schon die Ausblicke auf die Schwarzwaldhöhenzüge und die weitläufigen Weinlagen entlang des Ortenauer Weinpfades bei der Anfahrt mit dem Sonderbus stimmte die Ausflügler auf den heutigen Ausflugstag ein.

Vom Busparkplatz bei der Kinzigtalhalle führten uns die Wegezeichen des Kandelhöhenweges und des Ortenauer Weinpfades geradeaus über die Kinzigbrücke und durch den Kinzigtorturm hinein in die kopfsteingepflasterten Straßen und Gassen des Städtchens.
Hier wurden wir aufs herzlichste empfangen von Herrn Heinz Roth vom Gengenbacher Schwarzwaldverein, der uns über die Gengenbacher Geschichte informierte, welche bis zu der Keltischen Besiedlung zurückreicht. Nach den Römern und Alemannen erfolgte die Christianisierung und die Gründung der Benediktinerabtei durch den Missionsbischof Pirmin, unter dem fränkischen Herzog Ruthard. Anno 1230 führte die stetige Entwicklung des Städtchens zur Verleihung der Stadtrechte und 1366 wurden Gengenbach und Zell die unmittelbare Reichsfreiheit verliehen und waren nun dem Kaiser direkt unterstellt.
Nach diesen geschichtlichen und weiteren Informationen trennte sich die Gruppe um mit Herrn Roth eine kleinere Wanderung hoch in die Gengenbacher Weinlagen zu unternehmen, um von der Jakobuskapelle auf dem “Bergle“ und dem Pavillon die wunderschöne Aussicht auf die Altstadt und die Schwarzwaldlandschaft zu genießen.
Die andere Gruppe erkundete teils in Eigenregie das Städtchen mit ihren verwunschenen Gassen und Winkeln mit ihren Blumengeschmückten Fachwerkhäusern und den unzähligen Sehenswürdigkeiten. Um alle Sehenswürdigkeiten dieses Kleinodes aufzuzählen, würde den Rahmen des Berichtes sprengen. Wer dabei war, wird es noch lange in Erinnerung behalten.
Der anschließende gemeinsame Rundgang führte uns nochmals durch die Altstadt und zur und in die Stadtkirche St.-Marien mit ihrer prachtvollen Ausmalung und der prächtigen Romantikorgel.
Der Rundgang um die Kirche und der ehemaligen Reichsabtei führte vorbei am Anno 1750 an die Stadtmauer erbauten Prälatenturm und durch den klösterlichen Kräutergarten, um von dort aus zum Abschluss im Park an der Schneckenmatte mit seinen Tiergehegen, dem Ententeich und dem kleinen Barfußparcours noch ein wenig zu verweilen, und das heute gesehene nochmals in Revue passieren zu lassen. Auf dem Rückweg zum Bus grüßten uns nochmals die drei mächtigen Türme des Städtchens, der Kinzigtorturm, der Obertorturm, der Niggelturm sowie oben vom Bergle die Jabobuskapelle. Mit der Schlusseinkehr im Gasthaus zum Rössle im nahen Reichenbach endete für uns alle ein ausgefüllter Ausflugstag in der schönen Ortenau.

Auf diesem Wege nochmals ein herzliches „Dankeschön“ Herrn Roth vom Schwarzwaldverewin Gengenbach für sein Mitwirken an diesem Ausflugstag!

Bericht W. Wachter

Unterwegs im unteren Neckartal am 25. Juni 2022

Auf den Spuren des Götz von Berlichingen

Unter diesem Motto war eine Gruppe des Bietigheimer Schwarzwaldvereins bei hochsommerlichen Temperaturen unterwegs. Neckarschleifen und Umlaufberge prägen an diesem Flussabschnitt wie hier bei Gundelsheim das Landschaftsbild, aufgrund der Seitenerosion mäandert hier der Neckar, bildet steile Prallhänge und flache Gleitufer.

Vom Bahnhaltepunkt Neckarzimmern aus erfolgte der Aufstieg auf der Steige hoch zum von Mosbach herüberkommenden Neckarsteig um auf diesem Traumpfad hoch über dem Neckar zwischen Wald und  Weinbergen dahinzuwandern. Immer wieder innehaltend um die herrliche Aussicht über das Tal bis zur  Burg Guttenberg und die an Neckar liegenden Ortschaften zu genießen.
Völlig unverhofft standen wir nach einer Wegebiegung vor den mächtigen Mauern der Burg Hornberg mit ihrem hochaufragenden Bergfried. Hier im Burghof erfuhr die Wandergruppe die wechselvolle Geschichte dieser mächtigen Burganlage, deren erste Erwähnung auf das Jahr 1184  zurückreicht und die Grafen von Lauffen als Eigentümer auswies. Bekanntester Besitzer war zweifellos der ruhelose und kriegerische Götz von Berlichingen, der Ritter mit der „Eisernen Faust“ der hier mit seiner Familie von 1517 bis 1562 lebte. Unvergessen und der Nachwelt erhalten das bekannte Götz – Zitat:
„Mich ergeben! Auf Gnad und Ungnad! Mit wem redet ihr! Bin ich ein Räuber! Sag deinem Hauptmann:
Vor ihro Kaiserlichen Majestet hab ich, wie immer schuldigen Respekt.
           „Er aber, sag´s ihm, er kann mich am Arsche lecken“!

Und weiter führte die Wanderstrecke durch tief eingeschnittene Klingen und Tobel hinauf auf die offene weite Feldhochfläche beim Böttinger Hof.
In der Ferne wies uns die Kirchturmspitze des Kirchleins auf dem Michaelsberg den Weiterweg zu diesem Kleinod  das bald darauf erreicht wurde, um hier ausgiebig zu rasten. Die Ursprünge dieser im gotischen Stil erbauten Kapelle inmitten des Böttinger Friedhofs reichen bis ins Jahr 799 zurück. Das Landschaftsbild des Michaelsberges ist bestimmt von Viehweiden, Streuobstwiesen und der alten steil zum Neckar abfallenden Weinlage des Gundelsheimer „Himmelreichs“!
Von hier ab erfolgte der steile Abstieg hinab in die historische Gundelsheimer Altstadt, deren erste Erwähnung auf das Jahr 766 datiert ist. Der Altstadtkern mit seinen zahlreichen historischen Fachwerkhäusern wird überragt von der mächtigen Burg Horneck, einst Sitz des Deutschen Ordens. Neben den eigentlichen Schlossgebäuden umfasst die historische Anlage noch mehrere mittelalterliche Wehrtürme, das Komtureigebäude und das Prunk Tor zur Stadtseite.Der Abschluss des Rundganges war der Besuch der im barocken Stil ausgeschmückten katholischen Stadtpfarrkirche St.-Nikolaus, einst die Spitalkirche des Deutschen Ordens.
Angemessen der heutigen hochsommerlichen Wetterlage erquickten wir uns in einem uns wohlbekannten Gundelsheimer Besen mit heimischen Spezialitäten und einem guten Viertele vom Himmelreich, ehe mit der Bahn die Heimfahrt erfolgte.

Bericht: W. Wachter

 

Jubiläumsausflug 2022 nach Trochtelfingen am 28. Mai 2022

120 Jahre Schwarzwaldverein Bietigheim-Bissingen e.V.           

Jubiläumsausflug 2022 nach Trochtelfingen

Aus Anlass des 120-jährigen Bestehens unseres Ortsvereins boten wir unseren Mitgliedern eine Busfahrt, die unter dem Motto ,,Kultur, wandern und genießen auf der Kuppenalb“, an.

Im vollbesetzen Sonderbus erfolgte die Fahrt nach Trochtelfingen, einem  kleinen historischem Fachwerkstädtchen, idyllisch an dem Flüsschen  Seckach gelegen, um dort einen herrlichen Tag zu verbringen.

Bei der Anfahrt nutzte der Ehrenvorsitzende die Zeit um mit einer Kurzfassung der Chronik die Teilnehmer über die 120-jährige Geschichte des Vereins zu informieren. die frischen „Baumann-Brezeln“ wurden als zweites Frühstück gerne angenommen.
In Trochtelfingen angekommen wurden wir von Herrn Klingenstein vom Geschichtsverein beim Albquell- Brauhaus zu einer interessanten Stadtführung erwartet.Bei einem ausführlichen Rückblick auf die Trochtelfinger Geschichte erfuhr die Gruppe dass anlässlich eines Zehntstreites anno 1161 der Ort erstmals erwähnt wurde.
In den folgenden Jahrhunderten erfuhr Trochtelfingen mehrere Besitzerwechsel, unter anderem die Tübinger Pfalzgrafen und die Herren von Hohenberg. weitere Besitzer waren die Grafen von Württemberg sowie die Grafen von Werdenberg, den Fürsten zu Fürstenberg, das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen und 1850 zu Preußen. Wahrlich eine wechselhafte Vergangenheit dieses kleinen Städtchens.
Auf dem vortrefflich vom Geschichtsverein ausgeschilderten Stadtrundgang erfuhren wir vieles über die zahlreichen historischen Bauten und deren damaligen Bewohner, verbunden mit mancher überlieferten heiteren Anekdote.
Die Stadt war einst als Festung dreifach ummauert, Zeugen dieser wehrhaften Festung sind noch die Teile der Stadtmauer, der ,,Hohe Turm“ sowie der ehemalige Pulverturm. Auch an kirchlichen Bauwerken mangelte es in Trochtelfingen nicht. Neben den 5 kleinen Kapellen besticht die im gotischen Stil 1321 neu er-baute katholische Pfarrkirche St. Martin mit wertvollen Fresken, Wandgemälden den Besucher.
Auch über den großen Stadtbrand anno 1726 welcher seine Ausgang im ehemaligen Gasthaus zur Goldenen Krone hatte und 52 Gebäude zerstörte wurden wir informiert. Beim Wiederaufbau wurde alles, was stehenblieb genutzt, wie beispielsweise die Giebel. Dabei entstanden unterschiedliche Fachwerke, je nachdem, wo der Zimmermann gelernt hatte, noch heute zu sehen am Fränkischen und Alemannischen Baustil.
Nach diesem, für manch einem zu ausführlich gestaltetem geschichtlichen Rundgang erfolgte die Mittagseinkehr in der Gaststätte des Albquellbrauhauses zur Stärkung von Leib und Seele.

Mit dem Bus oder zu Fuß erfolgte nun die letzte Etappe zur nicht weit entfernt gelegenen Nudelfabrikation der Albgoldnudeln mit ihrem wunderschön angelegten Kräutergarten welcher zur Besichtigung und das dortige Lokal uns zum Abschluss zu einem Kaffee mit Kuchen oder einem erfrischenden leckeren Eisbecher einlud.
Mit diesem Abschluss endete ein wunderschöner Vereinsausflug auf die herrliche Kuppenalb, verbunden mit dem Dank an die Organisatoren Karin und Günter.

Bericht: W. Wachter

Auf dem Joseflesweg am 12.Mai

Wir laden ein zu einer abwechslungsreichen Wanderung, die uns ein wenig den Alltag vergessen lässt. Sie führt durch Wald, geologischen Lehrpfad und aussichtsreiche Stellen inmitten von Stuttgart.
So warben die Wanderführer für ihre Wanderung am 12. Mai.

Mit S-und U-Bahn erreichten wir den Marienplatz. Dort stiegen wir in die seit 1884, zwischen Marienplatz und Degerloch, verkehrende Zahnradbahn ein, um bequem die Höhe zu erreichen. Wer richtig herum saß konnte die prächtige Aussicht auf das unter uns liegende Häusermeer genießen. Beim Haltepunkt Haigst folgten wir dem Zeichen des Blaustrümpflerweges Richtung Waldfriedhof. Bevor es in den Wald hineinging gab es beim Schimmelhüttenplatz einen schönen Aussichtspunkt in den Talkessel von Stuttgart. Nun ging es auf dem Dornhaldenweg vorbei am alten Garnisonshäuschen und dem Dornhaldenfriedhof zum Waldfriedhof.
Nach einer kurzen Pause führte uns das Symbol des Joseflesweg in die Schwälblesklinge, eine romantische Mini-Schlucht, in das sich tief ein Bächlein in den Sandsteinboden eingesägt hat. Man fühlte sich fast wie im Schwarzwald. Dieser Schlucht, die auch ein geologischer Lehrpfad und ein Naturdenkmal ist, folgten wir bis zum Rückhaltedamm.
Der Joseflesweg führte uns nun zur Christian-Belser-Str.. Josefle war eine scherzhafte Bezeichnung der früher fast durchweg evangelischen Bevölkerung für ihre einst wenigen katholischen Mitbürger. Um ein Wegstück entlang der Straße zu vermeiden führte uns ein naturbelassener, unbezeichneter Fußweg zum Sportpatz Kaltental wo wir eine Mittagsrast einlegten. Wanderfreund Fred trug passend zur Gegend das Gedicht (Lied) von der Anna Scheuffele von Werner Veidt vor. Der Weiterweg führte uns zum Gewann Kressart, heute eine Rarität wegen seiner alten, knorrigen Obstbäume. In den Notzeitenden der 1920 Jahre sind diese Baumwiesen von der Stadt Stuttgart angelegt worden, damit sich die Bevölkerung preisgünstig selbst versorgen konnte. Ein schmaler Fußweg führte uns zum Eingang des Waldfriedhofes zurück.

Nach einer Pause begann der zweite Teil der Wanderung. Sie führte uns mitten durch den älteren Teil des Friedhofs. Vorbei ging es an den Gräbern von Bundespräsident Theodor Heuss, Oberbürgermeister Arnulf Klett, Robert Bosch, Eduard Breuninger und noch viele andere Prominente Bürger von Stuttgart. Nicht zu vergessen, die unzähligen Soldaten die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten.
Durch ein unscheinbares Tor verließen wir den Friedhof. Über Pfade und Waldwege gelangten wir wieder zur romantischen Schwälblesklinge der wir jetzt aufwärts bis zum Bruderrain folgten. In der dortigen Gaststätte Heimgarten St. Josef machten wir unsere Schlusseinkehr. Mit der historischen Standseilbahn wollten wir wieder zum Alltag zurück. Aber die Seilbahn machte von ihrem Namen gebrauch, sie stand. Und so mussten wir halt das letzte Wegstück hinab zum Südheimer Platz wandern, um dann mit U-und S-Bahn die Heimfahrt anzutreten.

Bericht: G. Schwarz

„Um bei Sturmesbrausen einen Berg rauf sausen“! Auf den Michalesberg am 07. April

Mit „rauf sausen“ war nichts aber starker Sturm mit Regenschauer begleitete die Wandergruppe des Bietigheimer Schwarzwaldverein die dieses Kleinod „Michalsberg“ bei seiner Aprilwanderung auserkoren hatte.
Ein mystischer Berg, um den sich manche Sagen ranken und der schon in vorchristlicher Zeit Schauplatz heidnischer Götterverehrung gewesen ist.

Vom Bahnhaltepunkt des Bruchsaler Bildungszentrums aus machte sich die Wandergruppe auf ihre Tour durch dieses Naturparadies am westlichen Rande des Kraichgaues, welcher die Abbruchkante zur Rheinebene bildet. Hinein in Waldgebiet des Eichelberges führte die Wanderstrecke vorbei an der Heinrich – Gaber Hütte des Odenwaldklubs zum jüdischen Friedhof, welcher 1632 als Verbandsfriedhof mehrerer jüdischer Gemeinden am Waldesrand auf der Obergrombacher Markung angelegt wurde, und ein geschütztes Kulturdenkmal ist. Bekanntester Rabbiner war Josef Hirsch Stammvater der jüdischen Carlebach Dynastie.
Und weiter durch die von Obstgärten und Weinbergen geprägte Landschaft führte die Wanderroute über den Danzberg nach Obergrombach, das erstmals Anno 789 erwähnt urkundlich wird. Wahrzeichen des Ortes sind die Burg und das Schloss sowie das barocke Rathaus, umgeben von zahlreichen schmucken Fachwerkhäusern.
Stetig bergauf führte nun der Weiterweg durch die Gewanne unterer und oberer Steig durch teils aufgelassene Weinberge durch das Naturschutzgebiet Kappelberg auf die Hochfläche des 268 m. hohen Michaelsbergs mit seiner Michaelkapelle, deren erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1346 datiert ist. Die einfache und nicht zu überladene Innenausstattung der Kapelle mit ihren Deckengemälden, Altären und Heiligenfiguren schmücken dieses Kleinod zu dem auch Wallfahrten führen.
Ein neben der Kapelle aufgestellte Nachbildung eines Tulpenbechers zeugt von einer tausend Jahre alten Epoche, der Michaelsberger Kultur, dazu informiert eine Infotafel über die Geschichte der jungsteinzeitlichen Michaelsberg-Siedlung. Ein Höhepunkt blieb der Wandergruppe am heutige Tage aber verwehrt: Der herrliche weitreichende Ausblick von dieser dominanten Landmarke am Oberrhein. Bei klarem Wetter schweift der Blick über die Rheinebene zu den Pfälzer Bergen, zum Nordschwarzwald und zu den Höhenzügen des Odenwaldes.
Der Michaelsberg selbst ist ein wahres Paradies für seltene Pflanzen und Tiere. Dies verdankt er dem Naturschutzgebiet  „Kaiserberg“ in dem Bodentemperaturen über 70 Grad Celsius gemessen werden, auf den Halbtrockenrasenflächen gedeihen die Küchenschelle, Goldaster und Doldenhabichtkraut, Kalkaster, Kreuzenzian, gelber Zahntrost, schopfige Kreuzblume sowie heimische Orchideen. Auf einigen längeren und kürzeren Rundwegen kann dieses mit Infotafeln ausgeschilderte Naturschutzgebiet erkundet werden.
Regennass machten die Wanderer aber lieber von dem neben der Kapelle befindliche Restaurant gebrauch, als nach Küchenschellen usw. zu suchen. Bei Sturm und Regenschauern erfolgte dann nach der Schlusseinkehr, der Abstieg zum Bahnhof Untergrombach.
Von der Bahn nach Karlsruhe sahen wir nur noch die Schlusslichter und so fuhren wir halt nach Durlach von wo wir eine direkte Bahn nach Bietigheim-Bissingen erreichten.
Mit der Heimfahrt ging ein sehr stürmischer und mit neuen Eindrücken ausgefüllter Wandertag seinem Ende entgegen, verbunden mit einem Dankeschön unseren Wanderführern Lucia und Rudolf

 

Jahreshauptversammlung 2022

 Am Freitag, den 1. April fand die Corona bedingt verlegte 120. Ordentliche  Jahreshauptversammlung in der
TSV–Vereinsgaststätte statt.

Der Vorsitzende Wolfgang Wachter konnte die trotz der winterlichen Wetterkapriolen erschienenen Mitgliedern und Jubilaren im Namen der Vorstandschaft herzlich willkommen heißen.
Sein Gruß galt auch jenen Mitgliedern, die heute wegen Krankheit nicht unter uns sein konnten, ihnen wünschte er auf diesem Wege baldige Genesung und alles Gute.
Wie schon vorab in der letzten OG – Aktuell zu lesen war, kann unser Bietigheimer Schwarzwaldverein in diesem Jahr auf sein
120 jähriges Bestehen zurückblicken, über dies der Vorsitzende einen kurzen geschichtlichen Rückblick gab und zusammen mit den Mitgliedern mit einem Gläschen Sekt auf dieses Jubiläum anstieß mit dem Wunsch auf ein noch langes Bestehen des Schwarzwaldvereins!

  Freud und Leid

Im vergangenen Jahr mussten wir von 8 langjährigen Vereinsmitgliedern Abschied nehmen, die ihre letzte Wanderung angetreten haben. Unser aller Mitgefühl gehört ihren Angehörigen, wir werden die Verstorbenen in guter Erinnerung behalten.
Bei den anschließenden Ehrungen konnten für ihre 25 jährige Mitgliedschaft Frau Marlene Gläser und Frau Traute Theurer, für ihre 40 jährige Mitgliedschaft Frau Ingrid Thimm, Frau Manuela Weber, Herr Heinz Holder und Herr Erich Scheyhing, für ihre 60 jährige Mitgliedschaft Frau Lore Felzmann, Herr Willi Kraut und Herr Wolfgang Wachter mit einer Urkunde und Präsent geehrt werden, verbunden mit dem Dank für ihre langjährige Treue und Verbundenheit zum Verein.

Das Ehrenzeichen in Bronze mit Urkunde und Präsent konnten Wilfried Steinkamp und Bernd Wieczorek für ihren Einsatz für unseren Ortsverein entgegennehmen. Auch dafür ein herzliches Dankeschön !

Der Jahresbericht der Vorsitzenden zeigte auf, was uns allen das Wanderjahr 2021 bescherte, positives und auch negatives, fast identisch mit dem Wanderjahr 2020 aber trotz allem mit der Hoffnung und Zuversicht auf die Zukunft.
Der schönste Tag war bestimmt jener, als wir wieder zum ersten Male gemeinsam zusammen auf Wanderschaft gehen konnten. Alles lief nun wieder seinen gewohnten Lauf, auch die Kaffeerunden bei Stöckle und die bis Mitte Dezember angebotenen Wanderungen fanden wieder zahlreichen Zuspruch.
Nach diesem kurzgefassten Jahresbericht anschließend der Bericht des Rechners und der Bericht der Kassenprüfer, welcher dem Rechner eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte, so dass die Entlastung der Vorsitzenden und des Rechners einstimmig erfolgte.

Die Berichte der Fachwarte Wege und Naturschutz zeigten auf, das trotz Corona diese Arbeiten durchgeführt werden mussten. Mit 119 geleisteten Arbeitsstunden war es wieder ein ausgefülltes Arbeitsjahr.
Wanderwart Wolfgang Meier informierte die Anwesenden ausführlich über die durchgeführten Wandertouren des vergangenen Jahres, ehe er die Ehrungen mit den begehrten Wandersöckchen nebst einer Urkunde übernahm.
Ein bronzenes Söckchen hatten sich erwandert: Kürsten Rosenacker und Günter Schwarz, ein silbernes Maria Schenker und Bernd Wieczorek ein goldenes Anneliese Bauer und Rudolf Kaufmann herzlichen Glückwunsch.

Die nun satzungsgemäß anstehenden Wahlen brachten folgendes Ergebnis:  Einstimmig auf weitere 3 Jahre wurden wiedergewählt
als Rechner Rudolf Kaufmann
als Wanderwart Wolfgang Meier
als Naturschutzwart Wolfgang Wachter
als Wegewarte Wolfgang Wachter, Wolfgang Meier, sowie als neu dazu gekommener Wegewart Lorenz Binder.

Es wurden noch auf die beiden Busausflüge auf die Alb und in den Schwarzwald hingewiesen, die sich besonders für jene Mitglieder eignen, die nicht mehr aktiv an unseren Wanderungen teilnehmen können.
Mit dem Schlusswort und dem Dank seitens der Vorstandschaft an alle aktiven und passiven Mitglieder beendete der Vorsitzende die Jahreshauptversammlung und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.

Bericht: W. Wachter

Zur Straußenfarm in Rülzheim am 26. März 2022

Nach mehrmaligem Verschieben bzw. Coronabedingten Absagen konnte der Wandertag zur Straußenfarm in Rülzheim am 26. März durchgeführt werden.
Die Bahn brachte uns nach Rheinzabern dem Ausgangspunkt einer ca. 9 km langen Wanderung, durch die Wälder der Rheinauen, nach Rülzheim.
Dort konnte jeder selbständig einen Rundgang durch die dortige Straußenfarm unternehmen. In der im Gelände der Farm integrierten Farmrestaurant klang dann dieser Tag im Biergarten aus.

Einen Dank den Organisatoren Karin und Wolfgang Meier für diesen Wandertag.

Herrliche Ausblicke auf unsere Nachbarstadt Besigheim am 17.März 2022

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah, dies sagte sich die Wandergruppe des Bietigheimer Schwarzwaldvereins zum Wanderstart beim Hofcafe Scheuler.

Ein kurzes Stück entlang der Landstraße bis zum Petershof führte die Wanderstrecke und von dort aus über die freie Feldhochfläche in Richtung des Gewannes Triebstein um von dort die ersten Ausblicke zu genießen. Rechterhand das Waldgewann Rossert, mit dem Betzenloch wo die Markungsgrenze verläuft, auf welche die noch vielen Grenzsteine hinweisen.
Entlang des Wohngebietes Schäuber und der Weinberge wurde unterhalb der Hangbebauung ein kaum bekannter und begangener Naturbelassener Weg erreicht der die Gruppe mit immer wechselnden Aussichten auf Besigheim, hinüber zur Wartturmsiedlung und weiter Richtung Hessigheim zur Sachsenheimer Steige führte und auf dieser hinab.
Mancher Schweißtropfen wurde beim folgenden Weiterweg entlang der Weinlage des Froschbergs hinauf auf der Löchgauer Steige vergossen, doch es war der Mühe und Anstrengung wert, welche herrliche Aussicht die Wanderer vom Panoramaweg hoch über den Weinlagen genießen konnten.
Von der Aussichtskanzel hoch über dem Enztal der Blick über das alte Oberamtsstädtchen mit seinen beiden Türmen, der Stadtkirche und dem Rathaus wunderschön auf dem Bergsporn zwischen Enz und Neckar gelegen. Weinbergschrannen und steile Stäffele, die schwäbischen Dolomiten, unsere Heimatflüsse Neckar und Enz, alles zusammen ein unvergessliches Panorama von unserem Standort aus.
Der Rückweg zum Scheulerhof führte die Wandergruppe entlang des Waldrandes nach Löchgau, vorbei an der Reiterskulptur des Künstlers Sämann und entlang den Resten der alten Löchgauer Ortsbefestigung.
Mit der Schlusseinkehr im Hofcafe, verbunden mit dem Dank an unsere Wanderführerin Elke ging wieder ein schöner Wandertag zu Ende.

Dem Frühling entgegen am 12. März

Unter diesem Motto war eine Wandergruppe des Bietigheimer Schwarzwaldvereins unterwegs auf einer Rundwanderung bei Rielingshausen.

Ausgangsort war die einst eigenständige Weinbaugemeinde Rielingshausen, welche auf eine bewegte geschichtliche Vergangenheit zurückblicken kann.Anschaulich der schöne Ortsmittelpunkt mit der in Spätromantik erbauten Dorfkirchedem alten Fachwerkrathaus und den zahlreichen Fachwerkbauten welche den alten Ortskern prägen.
Die ehemalige Kelter, heute Sitz des Heimatmuseums bezeugt noch den damaligen Stellenwert des örtlichen Weinbaues. In schöner Südhanglage sind die noch heute bewirtschafteten Weinberge gelegen. Der Wanderbeginn in der noch frischen Morgenstunde wurde durch die freundlich scheinende Märzensonne aufgewärmt, frohgemut zog nun die Wanderschar entlang des Sulzbächleins ihres Weges. Auf der nahen Anhöhe war der Weiler Lehrhof zu sehen, ehe als erster Halt das Schützenhaus am Steinheimer Burgberg erreicht wurde.
Hier auf dem Bergsporn stand einst die frühmittelalterliche Burg der Herren von Steinheim, von der nur noch ein paar kärgliche Mauerreste erinnern. Und weiter führte uns die Wanderstrecke durch die reizvolle Tallandschaft hoch auf den Weinwanderweg zum Bioweingut des Forsthofes.
Von hier aus erwartete die Wanderer eine herrliche Aussicht über diese abwechlungsreiche Landschaft. Weit schweifte der Blick zu und über die weiten Bottwartäler Weinlagen bis zum Wunnenstein und Forstberg.
Von unten herauf grüßte uns die Perle des Bottwartales das Örtchen Kleinbottwar und das Gräfliche Weingut von Graf Adelmann, Nachfolger des vorherigem Besitzers ,,Freiherrn von Brüssele“ nach dem noch heute ein Wein des Weingutes benannt ist.
Entlang nach diesen Ausblicken zogen die Wanderer vorbei am Hinterbirkenhof entlang des Hartwaldes ihrem Wanderziel Rielingshausen zu.
Verbunden mit der dortigen Einkehr und mit einem Dank unserem Wanderführer Bernd, der uns heute wieder aufgezeigt hat, wie schön doch unsere nähere Heimat ist.
Dazu passend dieser Spruch:Nichts macht einen mit einer Landschaft vertrauter, als der Genuss ,,ihrer Weine“