Ein fröhlicher Nachmittag unter dem Motto „Da wo man singt da lass dich ruhig nieder“

Und wieder einmal war die Zeit gekommen zur frohen Einkehr im Weingut Notz auf den Langmantelhöfen im Kirbachtal.

Ein kurzer Spaziergang führte die Bietigheimer Wanderfreunde von der Bushaltestelle Langmantel hinüber ins Weingut. Auch dieses Jahr wieder mit dabei eine Abordnung unserer Karlsruher Wanderfreunde welche die weite Anfahrt nicht scheuten, um mit uns zusammen in froher Runde ein paar gemeinsame Stunden zu verbringen.
Herzlich der Empfang bei der Ankunft im Weingut, und nach der allgemeinen Begrüßung nahm das gesellige Beisammensein seinen gewohnten Verlauf,Fleißige Hände kredenzten das gute Hausmacher Vesper mit den vorzüglichen Weinen des Haslicher Kirchberges, wie immer ein Hochgenuss für Gaumen und Magen. Herz was willst du mehr!
Auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz, es wurde geschwätzt und erzählt und manche Runde froher Lieder erschallte aus frischer Brust und Kehle. Das Ganze humorvoll aufgeheitert von Klaus mit seinen in gekonnter Manier vorgetragenen schwäbischen Gedichten und Begebenheiten die halt nur bei uns im Schwabenländle Tag für Tag vorkommen. Ob alle dieses „Urschwäbisch“ verstanden haben? Dem tosenden Applaus zufolge sicherlich.
Ein frohes und heiteres beisammen sein im Kreise gleichgesinnter, und so soll es bleiben noch viele, viele Jahre. Ein Abschalten von des Alltags Sorgen Müh und Last.Und immer wieder wurde nachgeschenkt, Gottes beste Gabe neben dem Brot „der Wein vom Haslicher Kirchberg“ ob weiß oder rot, ein göttlicher Genuss!
Wie im Fluge enteilten die schönen Stunden, und während sich draußen sachte die Nacht über das Kirbachtal senkte, erklang unser Abschiedslied mit dem ein wunderschöner Nachmittag zu Ende ging.
Zum Abschluss ein ganz herzliches Dankeschön an Familie Notz, unseren Musikanten, unseren Karlsruhern, welche sich schon heute zusammen mit uns auf den nächsten „fröhlichen Nachmittag“ im Jänner 2021 freuen.

Bericht: W. Wachter

Eröffnung des Wanderjahres 2020 mit der traditionellen Dreikönigswanderung…

Ihr Freunde alle lasst uns wandern, heute frisch ins ,,Neue Jahr “ froh wollen wir beginnen das neue Wanderjahr, es soll uns Freude bringen heute und durchs ganze Jahr.
Unter diesem Motto trafen sich die Wanderfreunde des Bietigheimer Schwarzwaldvereins am Bietigheimer Bahnhof um mit Günter Schwarz das „Neue Wanderjahr“ mit der Dreikönigswanderung zu eröffnen.
Hinab zur Enz und durch den Bürgergarten führte die Tour zum unteren Tor um sich hier mit dem Rest der Wandergruppe zu treffen zum gemeinsamen Weiterweg zum Grillplatz im Altenbachtal um hier den traditionellen Halt einzulegen.
Herzlichst begrüßt vom Bewirtungsteam wurden die Wanderfreunde nach alter Tradition aufs Beste mit Glühwein, Punsch, Hefezopf, Früchtekuchen,  Quarkstollen und Kleingebäck bewirtet. Allen Spendern dieser Köstlichkeiten ein ganz herzliches Dankeschön!
Auch die schönste Rast geht einmal zu Ende, und schweren Herzens machten sich die Schwarzwälder an diesem herrlichen sonnigen Dreikönigstag auf den Weiterweg durch das stille Altenbachtäle flankiert vom Maienwald und dem Weilerholz zur rechten und Streuobstwiesenhänge und Viehweiden zur linken hoch zum Weißenhof.
Quer durch die offene Feldflur wanderten wir nun weiter nach Löchgau und durch die Gewanne Ried, Bodenäcker und Rosenfeld hinüber und hinein nach Erligheim.
Hier im Grünen Baum trafen wir uns mit unseren Nichtwanderern, die mit dem Bus und eigenem PKW nach hier gekommen waren, um mit uns gemeinsam zusammen diesen herrlichen Wandertag bei bester Bewirtung in froher Runde ausklingen zu lassen.
Eine Augenweide waren die lustigen gebastelten Tierfiguren mit der unsere Tische dekoriert waren. Ein Dank der ungenannten Künstlerin, sowie unseren beiden Wanderführern für die heutige Wandertour.

W.Wachter
Januar 2020

Von Aussicht zur Aussicht im Weinland am Neckar am 08. Dez.

Unter diesem Motto trafen sich zahlreiche Wanderfreunde des Bietigheimer Schwarzwaldvereins am Bahnhof zur Fahrt nach Kirchheim/N. dem Ausgangspunkt der Wanderung.
Immer wieder interessant und abwechslungsreich die Wandertouren durch unsere heimischen Weinsteillagen im Laufe der Vegetationsabschnitte vom Frühjahr bis zum Winter.
Vom Kirchheimer Bahnhof aus wurde in kurzer Zeit der Rathausplatz mit dem alten und neuem Rathaus erreicht, um hier Geschichtliches über den Ort und den Weinbau zu erfahren. Umgeben von der Mauritiuskirche, dem ehemaligen alten Schulhaus und der Alten Kelter bildet dieser Platz den Ortsmittelpunkt.
Durch die Starengasse der Weiterweg vorbei an der ehemaligen Storchenkelter, dem Schütz´schen Haus mit seinem Wappenschild und Inschrift, um danach das  Neckartor zu passieren dem einzigen noch erhaltenen Torhaus der damaligen mittelalterlichen Dorfbefestigung.
Auf dem Neckartalradweg wanderten wir entlang der Neckarschleife in weitem Bogen am Fuße der steilaufragenden Weinberge weiter. Sehenswert an diesem Wegeabschnitt ein Tuffstein-Naturdenkmal und die steilen und schmalen in die Höhe führenden Wengertstäffelchen. Eine knochenharte Arbeit der Wengerter in diesen Weinbergsteillagen im Jahresablauf. Nun verlassen wir den Neckartalradweg und wandern durch das Gewann Wagenhals hoch zur Kirchheimer Weinterrasse um von diesem herrlich über dem Neckartal gelegenen Ort den weitreichenden Ausblick zu genießen.
Nach einer ausgiebigen Rast ging es weiter auf dem Höhenweg entlang der Weinberge und den Kirchheimer Obstbaumplantagen. Die B27 wurde gequert und weiter durch die Streuobstwiesen Gewanne Lug und Hag hinüber in die Kirchheimer Weinlagen Fromberg und Berg. Ein herrlicher Ausblick bot sich der Wandergruppe von diesem Wegeabschnitt zum Heuchelberg mit dem Schloss Stocksberg und zur Burg Neipperg. Linkerhand etwas später der Bilderbuchblick zum Schloss Hohenstein das wir nach einem Abstieg in den kleinen schmucken Ort Hohenstein über die steile Schlosssteige erreichten.
Hier im Schlosshof bei einer kurzen Rast nähere Informationen über den Ort  Hohenstein sowie ein geschichtlicher Rückblick auf die geschichtliche Vergangenheit von Schloss Hohenstein, das ganze abgerundet von dem weitreichenden Ausblick von hier aus über die nähere und weitere Umgebung.
Nach diesem Aufenthalt wurde die letzte Wegeetappe angegangen, welche oberhalb der Weinberge hinüber nach Hofen führte und weiter durch die Gewanne Brünnlesäcker durch Streuobstbestände und Weinbergparzellen mit Ausblick auf die Strombergausläufer in den Erligheimer Ortskern führte.
Hier nun endete mit der vorzüglichen Schlusseinkehr im „Grünen Baum“ der heutige Wandertag durch unsere heimatliche Weinregion.

Bericht: W. Wachter

Heimat- und Naturkunde, unterwegs im Naturschutzgebiet Leudelsbachtal am 28. Nov.

Ende November war eine Wandergruppe des Bietigheimer Schwarzwaldvereins auf einer spätherbstlichen Tour von Asperg aus, unterwegs über den Höhenrücken der Hurst, und weiter durch das untere Leudelsbachtal zum Schellenhof.
Der kurze steile Aufstieg auf dem Schwitzgässle hoch zum oberen Panoramaweg inmitten der Weinlage „Asperger Berg“ brachte die Wanderer auf die nötige Betriebstemperatur an diesen etwas nasskalten Wandertag. Eine weitreichende Aussicht erwartete die Wandergruppe von diesem Ort aus, um anschließend bei an der äußeren Toranlage nochmals Infos über die ehemalige Festung zu erhalten.  Demokraten Buckel, Tränenberg wird er genannt, wurde doch die ehemalige Festung Jahrhunderte lang als Gefängnis genutzt. Ein alter Spruch ist darüber noch heute in Erinnerung. „Auf den Bergen wohnt die Freiheit, auf dem Asperg aber nicht.“
Wir aber wandern weiter über den Höhenrücken der Hurst und vorbei an der Markgröninger Klinik hinab ins und durch das 118 ha. große Naturschutzgebiet Unteres Leudelsbachtal.
Dieses teils tief im Muschelkalk eingeschnittene Tal mit seinen sich bis zum  Rand des Rotenackerwaldes hochziehenden ehemaligen Weinbergen, Schafweiden und Trockengrashängen sind heute ein geschützter Standort von über 200 Pflanzenarten. Den dahinfließenden Leudelsbach säumen lichte Auenwaldbestände mit Esche, Erle und Weide.
Von der Stadt Markgröningen und Naturschutzverbänden werden in Arbeitseinsätzen die verbuschten Steilhänge freigeschnitten und offengehalten, alte Trockenmauern restauriert oder teils neu angelegt.
Unterhalb des Enzblickes wird ein sich bis zum Waldrand hochreichender Trocken / Magerrasenhang passiert, ehe die Leudelsbachmündung in die Enz erreicht wird.
Von hier aus das letzte Wegestück entlang der Enz und dem sich dort hochziehenden Bannwald, mit seinen Standorten der Türkenbundlilie und dem Seidelbast. Hoch oben auf diesem Bergsporn der ehemalige Standort des abgegangenen Remminger Schlössle.
Beim Beginn des ehemaligen gemauerten Bissinger Holzkanals wurden Erinnerungen an die einstige Enzflößerei wach, ehe ein kurzer Anstieg die Wanderer hoch zum Schellenhof zur Schlusseinkehr führte.

Bericht: W. Wachter

Am Nordrand des Stromberges am 14. Nov.

An einer herrlichen Spätherbstwanderung am Nordrand des Strombergs beteiligten zahlreiche Mitglieder und Gäste unserer Ortsgruppe.

Die Tour führte von der Klosterstadt Maulbronn hoch zum Buchwald. Hier empfing uns der Wald in seiner buntesten Farbenpracht. Auch der Weiterweg war geprägt von einer herrlichen Farbenvielfalt.  Oberhalb des „Elfinger Berghauses“ ging zum Elfinger Loch. Leider mussten wir wegen Waldarbeiten einen anderen Weg wie geplant gehen. An der Grillhütte Steig legten wir eine Vesperpause ein.  Am Stausee im Weißacher Tal war nochmals eine kurze Rast,  bevor es zur Schlusseinkehr nach Knittlingen ging. Die Schlusseinkehr war dann in der Weinstube  Silberbesen in Knittlingen.

Unterwegs im Heckengäu am 31. Okt.

 „Natur erleben und entdecken“ unter diesem Motto wanderte die 38 Teilnehmer zählende Wander-gruppe des Bietigheimer Schwarzwaldvereins von Aidlingen aus durch die herrliche Kulturlandschaft des Naturschutzgebietes Venusberg im Landkreis Böblingen.
Über Stuttgart-Böblingen mit der S-Bahn, und weiter mit dem Bus erfolgte die Anfahrt nach Aidlingen dem Ausgangspunkt der heutigen Wandertour.
Die Geschichte des Ortes geht weit zurück ins Frühmittelalter und kam 1365 an die Grafen von Württemberg. Sehenswert der alte Ortskern mit der Nikolaikirche und den stattlichen Fachwerkhäusern des alten Ortskerns. Entlang des Bächleins Aid wanderten wir heraus aus dem Ort zu den Ausläufern des Venusberges in Richtung Oberes Kirchtal.
Teils auf Wirtschaftswegen und naturbelassenen Pfaden führte die Wanderstrecke im Zeichen der gelben Raute des Schwarzwaldvereins durch diese typische Heckengäulandschaft, welche aus Heide, Wald, Magerrasen, Gebüschen, Schlehenhecken und unzähligen Lesesteinriegeln geprägt ist. Diese von Gebüsch überwucherten Steinriegel zeugen noch heute von der entbehrungsreichen und harten Feldarbeit der damaligen Landbevölkerung. Dieses 115 Hektar große Schutzgebiet kann mit einer reichhaltigen Flora und Fauna aufwarten, unter anderem mit der Küchenschelle, Enziangewächsen, heimischen Orchideen, Silberdisteln, sowie seltene Vogelarten wie die Dorngrasmücke, dem Neuntöter, und das Rebhuhn, sowie viele Schmetterlingsarten und heimische Reptilien. Auf dem Weg vorbei an den Kirchtalhöfen wurde die Wandergruppe von laut schnatternden Martinsgänsen begrüßt, nicht wissend dass bald ihr letztes Stündlein schlagen wird.
Herrlich das Wandern an diesem schönen Spätherbsttag durch das bunte Herbstkleid der Natur hoch zum 537 m hohen Venusberg, um hier die weitreichende Aussicht über die Gäulandschaft zu genießen. Wegen seiner flachwelligen Muschelkalk-Landschaft wird sie auch als des Herrgotts Hirnschale genannt. Da verwundert es auch nicht, dass es dort wie der Volksglaube sagt, Pilz-Hexenringe zu bestaunen gibt. Inmitten dieser schönen Umgebung die Mittagsrast, verbunden mit einer seit langer Zeit überlieferten Sage:
Nach dem Sündenfall verbannte Gottvater Adam und Eva in das karge und steinige Heckengäu, wo sie im Schweiße ihres Angesichts das Feld bestellen mussten.
Und weiter führte die gelbe Raute die Wanderer vorbei an den Überresten der Drehfunkanlage „FUSAN 724“ welche einst im Kriegsjahr 1944 erbaut wurde, damit konnte man die Position der anfliegenden Bomberverbände bestimmen.
Bei strahlendem Sonnenschein der Weiterweg Richtung Berghöfe und den Waldhöfen auf stillen Wanderpfaden entlang von Schlehenhecken und kargen steinigen Feldern bis zu den drei Buchen, einem wunderschönen Rast und Aussichtsort über der kleinen Ortschaft Dätzingen. Hier an diesem Ort stand auf einer Tafel zu lesen:
„Gott schuf die Zeit, nicht Hast und Eile, drum setz dich nieder und verweile“!
Ein wahrlich zutreffender Spruch für uns Wanderer, sich Zeit lassen und die Natur genießen.
Von hier erfolgte der Abstieg, vorbei an der aus dem 13. Jahrhundert stammenden ehemaligen Wasserburg und jetzigem Schloss Dätzingen welches das Heimatmuseum und die Galerie Schlichtenmaier beherbergt.
Hier in Dätzingen verweilte als Kind öfters Wilhelm Ganzhorn, der Verfasser des Heimatliedes
„Im schönsten Wiesengrunde“.
Nun war auch das urige Gasthaus „zum Engel“ erreicht, um hier beim Heckengäuwirt einzukehren.
Die kleine Gaststube konnte uns Wanderer kaum fassen, so dass noch Stühle aus der Wohnung geholt werden mussten, so richtig eng und gemütlich beieinander wie im Besen!
Mit der vorzüglichen Schlusseinkehr ging ein schöner und mit vielen neuen Eindrücken ausgefüllter Wandertag zu Ende, verbunden mit einem herzlichen Dank an die beiden Wolfgangs die uns durch dieses schöne Stück Heimat führten, ehe mit Bus und Bahn die Heimfahrt angetreten wurde.

W. Wachter

Herbstidylle auf der Schlossbergrunde am 26. Okt.

Wandern im Spätherbst, durch die buntgefärbte Natur unserer heimatlichen Flur was kann es schöneres geben?
Unter diesem Motto waren die Wanderfreunde des Bietigheimer Schwarzwaldvereins unterwegs an diesem herrlichen Spätherbsttag ins benachbarte Kleiningersheim.
Entlang des Brandholzes führte die Wanderstrecke vorbei an den Kehrsbachhöfen zum Riedberg oberhalb des Neckartales um von hier aus die ersten weitreichenden Ausblicke zu genießen.
Entlang der Hangkante auf Naturbelassenem Wanderpfad wurde Großingersheim erreicht, verbunden mit einem unverhofften Boxenstopp mit Hochprozentigem bei einem Vereinsmitglied.
Auf diesem Wege nochmals ein herzliches „Dankeschön“!
Ein kurzer Abstieg führte uns anschließend vorbei an der auf einem dem Neckartal zugewandtem Bergsporn stehenden Martinskirche hinab ins Tal und wieder hoch auf den ab hier ausgeschilderten Steillagenrundweg der Ingersheimer ,,Schlossbergrunde“. Einige Infotafeln informieren ausführlich entlang des Rundweges über den Terrassenweinbau dieser Weinlage.
Angenehm das Wandern hier oben in der wärmenden Sonne durch die ausgedehnten Streuobstlagen und die im bunten Herbstlaub stehenden Weinberge verbunden mit weitreichenden Ausblicken.
Bald darauf zogen wir vorbei an dem wunderschönen Ensemble vom Schloss, Kirche und den alten Fachwerkhäusern in den Kleiningersheimer Ortskern.
Die ehemalige mittelalterliche Burg wurde einst 1576 durch den Ritter Kaspar Nothalft von Hohenberg zu einem Schloss erweitert in befindet sich heute in Privatbesitz. Die Gerorgskirche mit ihrer achteckigen Glockenstube stammt aus dem Jahre 1601. Dieser alte Ortskern wurde durch die TV-Serie „die Kirche bleibt im Dorf “weithin bekannt. Vom nahen Aussichtsort ,,Schönblick“ nochmals eine weitreichende Fernsicht bis zu den Löwensteiner Bergen, und zu den nahen Mundelsheimer Weinlagen Mühlbach und Rozenberg.
Die vorgetragene alte Sage vom Edelfräulein Angelina von der Jägersburg und dem Müllerssohn Heinrich bildete den Abschluss an diesem Ort hoch über dem Neckar.
Bei der Lindenwirtin genossen die Wanderer die wohlverdiente Mittagseinkehr, ehe der Rückweg nach Großingersheim angetreten wurde.
Dieser führte auf den 178 Stufen der Schlosssteige hinab ins Tal, vorbei an der ehemaligen Kleiningersheimer Mühle, die in ihrem Ursprung bis ins 14. Jahrhundert zurück reicht.
Noch einmal schweift der Blick hinauf zum Schlösschen, ehe auf dem Talweg Großingersheim und die Bushaltestelle zur Heimfahrt erreicht wurde. Einige Unentwegte nutzten den schönen Tag und wanderten zurück nach Bietigheim.

W. Wachter

Herbst über der Käsbergkanzel am 17. Okt.

Unter diesem Motto war eine Wandergruppe des Bietigheimer Schwarzwaldvereins an einem herrlichen Herbsttag unterwegs auf den Spuren der Mauereidechsen, dem Symbol der  Besigheimer Felsen- gartenkellerei.
Mit Bahn und Bus erfolgte die Anfahrt in die alte Weingärtnergemeinde Hessigheim, um von dort aus hoch zu wandern zur Martinskirche, deren Ursprung ins 12. Jahrhundert zurückreicht.
Der Weiterweg führte die Wanderer heraus aus dem Ort und weiter auf schmalem und felsigem Wanderpfad durch die buntgefärbten Weinberge mit herrlichen Ausblicken über das Neckartal und zur Mundelsheimer Käsbergkanzel.
Auf gut ausgeschilderten Wegen ging es nun weiter über die Höhe zu den schroff und kühn aufragenden zerklüfteten Muschelkalkfelsen der Hessigheimer Felsengärten.
,,Schwäbische Dolomiten“ werden sie genannt, sie sind eine geologische Attraktivität und ein bekanntes Klettergebiet.
Hier oben, bei der 2016 gekürten „schönsten Weinsicht Württembergs“ genossen die Bietigheimer Schwarzwaldvereinler die wunderschöne Aussicht auf den alten Weinort Hessigheim und die Weinsteillagen entlang des Neckars.
Auf schmalem Pfad das weiterwandern oberhalb am Rande der Felsformationen durch das hier ausgewiesene Naturschutzgebiet mit seiner reichhaltigen Flora und Fauna.
Der Rückweg zur Felsengartenkellerei erfolgte auf dem Wurmbergweg inmitten der Weinberge, welcher gut gesichert ist durch Stahldrahtverhaue gegen herabstürzendes Felsgestein.
Nach der Rast bei der Kellerei wurde auf dem Steg der Neckar überschritten, und im großen Bogen unterhalb des Salenwaldes entlang des Neckars die Hessigheimer Schleusenanlage erreicht.
Nun war es nicht mehr weit zur Schlusseinkehr in ein uriges schwäbisches Weinlokal, um hier bei bester Bewirtung verbunden mit einem Hessigheimer und dem Dank an unsere Wanderführerin Karin den heutigen Wandertag ausklingen zu lassen.

Bericht: W. Wachter

Im Odenwald unterwegs am 12. Okt.

Der Schwarzwaldverein wanderte vom hessischen Hirschhorn zur Stauferstadt Eberbach.
Nach einer etwas umständlichen Zugfahrt begann unsere Wanderung in  Hirschhorn das sehr oft als die Perle des Neckartales bezeichnet wird. Der bekannte Urlaubsort liegt an einer Doppelschleife des Flusses. Reste der Stadtmauer begrenzen die malerische Altstadt vom steilen Berghang bis zum Fluss. Stattliche Fachwerkhäuser lassen heute noch Macht und Reichtum der Herren von Hirschhorn erahnen. Am Ende  der Altstadt führte der Rhein-Neckar-Weg über Steinstufen steil hinauf zum Schloss. Auf halbem Weg wurde die gotische Schloßkirche des ehemaligen Karmeliterklosters erreicht. Eine Besichtigung dieser gut erhaltenen und sorgfältig restaurierten Kirche mit freigelegten Wandmalereien und Epitaphen der Schlossherren lohnte sich.
Bei gutem Wetter und klarer Sicht sahen die 24 Teilnehmer weit ins Neckartal und den gegenüber liegenden Kleinen Odenwald.
Die in Renaissanceformen wieder aufgebaute Burg von 1586 überragt die Stadt. Erst von oben ist die Ausdehnung der Anlage aus dem dominierenden roten Sandstein mit Mauern, Türmen und Innenhöfen richtig erkennbar. Hotel und Gastronomie mit großer Aussichtsterasse sollen nächstes Jahr total saniert wieder eröffnet werden.
In weiten Serpentinen führte der Weg nun weiter ansteigend zum Wegkreuz am Stocksberg, dem höchsten Punkt der heutigen Wanderung. Auf einem bequemen Forstweg am Hang entlang zeigte sich die ganze Farbenpracht dieses schönen, offensichtlich gesunden Mischwaldes. Eine Vielzahl von Pilzen lockten Fotografen und Pilzkenner ins Unterholz und belohnten die Sammler mit vielen essbaren Pilzen. Nach überqueren der hessischen Grenze wurde die ehemalige Waldgemeinde Igelsbach durchwandert. Ein inzwischen schmuckes Dorf mit herrlicher Sicht ins Neckartal.
Bald war Eberbach erreicht. Durch den Kurpark mit seinen Skulpturen der alten Handwerksberufe , ging es entlang des Flusses  in die Altstadt zur wohlverdienten Schlußeinkehr. Die Rückfahrt musste wegen Gleisarbeiten an der Bahnstrecke mit großem Umweg über Osterburken nach Bietigheim angetreten werden. Trotzdem waren alle Wanderer zufrieden mit dem schönen Tag.

Elke Barth – 13.11.2019