Markierungsspaziergang 08.02.2026
Schwarzwaldverein unterwegs auf einem Markungsspaziergang rund um Metterzimmern, zu dem der Dachverband Natur Bietigheim-Bissingen e.V. einlud – erkundet wurde der Naturerlebnispfad durchs Mettertal
Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere entlang der Metter – Der Biber weiß, wo es sich zu leben lohnt und auch der Eisvogel findet seinen Platz
Am Sonntag, 8. Februar 2026 führte der Dachverband Natur, in dem viele naturnahe Vereine zusammenkommen, so auch der Schwarzwaldverein Bietigheim-Bissingen e.V., eine spannende und informative Tour bei Metterzimmern durch.
Der Weg führte entlang der Metter, die sich linkerhand dahinschlängelt, während der Wanderpfad rechterhand von brachliegenden Wiesenterrassen gesäumt ist, auf denen in früherer Zeit Weinbau betrieben wurde. Diese sich selbst überlassenen Flächen werden in einiger Zeit bewaldet sein. Ohne den Eingriff des Menschen holt sich der Wald seinen Lebensraum zurück.
Wir machen Halt an einer Stelle, an der es eine kleine Befestigungsmauer zu bestaunen gibt, die bei Hochwasser unterirdisch verlaufende Gasleitungen und Abwasserkanäle vor Schäden schützen soll. Ohne diese Information hätte wohl keiner von uns Wanderern unter dem schönen Wiesengrund Leitungen und Rohre vermutet. Alles fühlt sich an wie unberührte Natur. Wir erfahren auch etwas über die kranken Erlen. Die mit rotem Punkt versehenen Bäume stehen zur Abholzung bereit. Sehr anschaulich erhalten wir Einblick in das Leben der am Wasser hausenden Biber, denn für sie bietet das kleine Mettertal alles, was das Herz begehrt. Im Sommer finden sie hier reichlich Nahrung in Gräsern, Brennnesseln, Löwenzahn, Schilf, Wurzelstöcken. Im Winter laben sich die pelzigen Kerle an den Rinden der Weiden, Erlen und Birken. Biber fällen aber auch Bäume, um an die Knospen und Rinden in der Krone zu gelangen. Was natürlich nicht gerade die feine Art ist. Gesehen haben wir keinen von den Gesellen, da sie sehr menschenscheu sind. Unweit der kleinen Befestigungsmauer gegen eventuelle Hochwasser entdecken wir am Ufer einen kleinen Erdabbruch. An diesem lehmigen Steilufer könnte ein Eisvogel seine Brutstätte angelegt haben. Auch am Naturdenkmal Bleiche kommen wir vorbei. Früher war der Südhang terrassierter Weinberg. Heute bietet der blütenreiche Halbtrockenrasen mit Büschen und Streuobstbäumen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und Insekten. Den Abschluss des Naturerlebnispfads, auf dem es übrigens auch immer wieder QR-Codes zum Scannen gibt, bildete der Besuch im Backhäusle in Metterzimmern. Hier wurden wir von der Vorsitzenden des Backhausvereins, Ute Silcher, mit Glühmost, Lauchkuchen und Butterkuchen empfangen. An bestimmten Backtagen können Backbegeisterte aus der Region noch in zwei historischen Backöfen auf Schamottsteinen ihr eigenes Brot in den Ofen schieben. Nähere Informationen zum Backhausverein sind zu erhalten über ute.silcher@silcher-bibi.de. Die Termine der Backtage finden sich unter www.backhausverein.org
Angelica Inhoffen
Bildunterschrift: Ideale Bedingungen für eine Brutstätte des Eisvogels

