Wieder mal eine Ersatzwanderung. Wegen Gleisbauarbeiten konnte die geplante Wanderung ins Taubertal nicht durchgeführt werden.
Nun standen am Samstag den 28. April 37 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde am Bietigheimer Bahnhof und der Zug nach Heilbronn hatte über 10 Minuten Verspätung. Die Anschlüsse in Heilbronn und Bretzfeld waren weg. Nun ja Deutsche Bahn?

Eine halbe Stunde später als geplant trat die Wandergruppe bei idealem Wanderwetter die 13 km lange Wanderung an. Ausgangspunkt der Tour war der im Sulmtal gelegenen Weinbauort Affaltrach Der Ort selbst kann auf eine Jahrhundert Jahre alte Weinbautradition zurückblicken. Die abwechslungsreiche Wegestrecke führte die Wandergruppe durch die Affaltracher Weinlage Zeilrain, durch Wald und Streuobstwiesen in stetem bergauf durch zum Gewann Tiergarten. Hier boten sich die Weinberghäuschen zur Rast an. Weiter ging es dann hinab nach Dimbach, dem nächsten Weinbauort verbunden.
Dimbach wurde 1289 erstmals als Tindebach urkundlich erwähnt. Der Kirchturm in Dimbach ist der Überrest einer 1562 erstmals erwähnten Sebastianskirche, die 1839 bis auf den Turm abgebrochen wurde, um Platz für das Schul- und Rathaus zu machen. Der Ort war lange Zeit rein landwirtschaftlich geprägt, der Weinbau wurde bereits 1311 erstmals erwähnt. Etwa 40 Prozent der Gemarkungsfläche bestehen aus Wald.

Heraus aus dem Ort führte nun der Weiterweg die Bietigheimer auf dem Brettacher Rundwanderweg, mit weitreichenden Ausblicken zu den Löwensteiner Bergen, hoch zum Rastplatz beim Steinernen Tisch, eine alte schon im Jahre 1311 erwähnte Gaugerichtsstätte.
Die letzte Wegeetappe führte durch herrlichen Buchen und Eichenwald zum Naturdenkmal Zwillingseiche, ehe sich vor uns wohl eine der schönsten Weinlagen „das Siebeneicher Himmelreich“ darbot.
Zum Greifen nahe die ehemalige alte Langenbeutinger Kelter, inmitten der Weinberge hoch über dem kleinen Weinbauort Siebeneich, dem heutigen Wanderziel gelegen. Herrlich der Blick von hier aus über das Hohenloher Land mit seinen Ortschaften inmitten der Weinberge gelegen.
Auf dem Naturpfad Siebeneicher Himmelreich erfolgte der Abstieg, vorbei am Ochsenstall hinab in das Wein- und Bio-Energiedorf in die dortige Festhalle zur wohlverdienten Schlusseinkehr. Bei der angebotenen Spezialität „Ochs vom Spieß“ und den vorzüglich mundenden Weinen fand die Wanderung einen schönen Abschluss. Der Teilort Siebeneich der Gemeinde Bretzfeld produziert gut 75 Prozent seines Wärme- und über das Doppelte seines Strombedarfs selbst. Seit dem Frühjahr 2010 ist Siebeneich offiziell Bioenergiedorf.

Auch die Kurzwandergruppe, welche für den Tag der offenen Weingüter den eingesetzten Bus Shuttle Service zu einer Rundfahrt von Weingut zu Weingut nutzte, genoss diesen Wandertag. Auf dem Naturpfad führte ihre Wanderstrecke gemütlich durch die Weinberge, Streuobstwiesen rund um den Ort schaute sich dies und jenes ohne Hast und Eile auf ihrer kleinen Runde an. Angeboten wurden auch Rundfahrten und Kellereibesichtigungen unter sachkundiger Führung, sie wurden von einem großen Teil der Wandergruppe genutzt.

So erlebte die Wandergruppe einen herrlichen und ausgefüllten Wandertag, verbunden mit dem Dank an die Wanderführer Edith und Günter.