Munter wanderten wir daher, durch Wald und entlang der Wiesen und Felder rund um Bissingen – gespannt auf den angekündigten Stopp an der Obsterfassungshalle, wo unsere mitgebrachten Tassen bei Glühwein, Punsch und leckeren Kuchen – einschließlich eines frisch gebackenen Hefezopfs von Anneliese Bauer – zum Einsatz kamen. Auch den beiden anderen Bäckerinnen, Karin Meier und Karin Knäbel sei herzlich gedankt. Die Kuchen waren einfach köstlich. Nach der Stärkung ging es umso schwungvoller weiter – vorbei am Schellenhof. Von hier aus aber nicht wie geplant zur Enz hinunter, da man Glätte fürchtete, sondern nach oben abbiegend zur Friedenseiche. An diesem bedeutsamen Ort hielten wir, gerade so wie es die Inschrift auf der Tafel anmahnt, kurz inne.
Willst du die Allmacht Gott, so musst du durch die Fluren geh’n. Willst du die Liebe Gottes sehen, so bleib an diesem Platze steh’n.
Fast schon wieder in Bissingen angelangt, erwartete uns noch ein weiteres Winterspektakel. Schon aus einiger Entfernung hörten wir, wie Eispucks hin und her geschossen wurden, und als wir näherkamen, sahen wir Kinder, die auf dem vollständig zugefrorenen kleinen Naturteich Seewälde auf ihren Schlittschuhen hin- und her flitzten, um schon mal für eine eventuelle Karriere als Eishockey-Profi zu üben.
Die Natur im weißen Winterkleid weckte Erinnerungen an frohe Kindertage, an Bommelmütze und Schlittenfahren. Unsere Runde führte uns schließlich in den Ort Bissingen zurück, wo diesmal in der Rommelmühle eingekehrt werden sollte. 41 Mitglieder einschließlich Gastwanderern nahmen an den beiden langen Tafeln im gemütlichen, noch weihnachtlich geschmückten Gastraum Platz und erfreuten sich an Speis und Trank. Ein herzliches Dankeschön an Wolfgang und Karin Meier, die diese Tour für uns planten und durchführten. Ein besonderer Moment für uns war, als Günter Schwarz uns einen Gruß von Wolfgang Wachter, der aufgrund seiner Erkrankung nicht dabei sein konnte, verlas. Die stets hoffnungsfrohen Worte Wolfgang Wachters untermauerten die Botschaft auf den von Karin Knäbel liebevoll vorbereiteten Glückslosen für jeden von uns aufs Vortrefflichste.
Im neuen Jahr die
Wanderschuhe schnüren,
die Natur erkunden,
die Seele berühren.
Auf neuen Pfaden das Glück finden,
und die Welt mit anderen Augen empfinden.
Karin Knäbel und Günter Schwarz
Wohl an Wanderer! Auf zu neuen Wegen!
Angelica Inhoffen


