1. Mai Wanderung anno 1992

Liebe Wanderfreunde, anbei ein Wanderbericht in Gedichtform
zur Aufmunterung in dieser herrlichen Frühlingszeit…

Eine 1. Mai Wanderung anno 1992 von Untertürkheim nach Esslingen/N.

Freitag ist´s der 1. Mai

Grüß Gott du schöner Maien heut zieh´n wir wieder los,
um achte mit der S-Bahn zum Wandern in den Mai.

Die Sonne schien die Luft war lau, nichts hielt uns mehr zu Haus!
In Untertürkheim angekommen ging´s gleich dann hoch hinauf,
zum rebumkränzten Rotenberg der Schweiß brach bei uns aus!

Weit schweift der Blick hier oben durchs blütenreiche Land,
und Uhlbach uns zu Füßen uns allen – wohl bekannnt!

Mit frischem Schwung ging´s weiter durch´s Dörfchen Rotenberg,
bergab, bergauf und weiter wo sieben Linden stehn.
Bei Speis und Trank wir rasten an diesem Orte hier,
es gab uns frische Kräfte die Wurst und auch das Bier!

Auf Waldweg´s weichem Boden ging´s weiter kreuz und quer,
ein Bächlein wurd durchschritten dann ging´s hinauf zur Höh!
Ein Turm ziert seinen Gipfel aus Stein ist er erbaut,
Kernerturme nennt man ihn – mit weitem Blick ins Land!

Der Wolfgang konnt´s auch heut nicht lassen und füllte seine ,,Gosch“ mit
Peitschenstecken und dazu aus Fellbachs besten Lagen,
ein ,,Viertel“ Roten und ein Weißen, dieser lässt besonders gut sich beißen!

Auch dieses Vesper ging vorüber und müde wurden unsre Glieder,
gemächlich ging es dann hinab zum wildrauschenden Lindhaldenbach.
Ein Tälchen wie im Paradies nach kurzer Zeit – schon endet dies!

Auf asphaltierten Wegen hinein auf Wäldenbronnes Sträßchen,
den Füßen g´fällt nicht dieses – sie mucken auf und fangen an zu brennen,
und wollen einfach nicht mehr weiter rennen.

Wann kommt nun endlich dieser Lift, von dem seit Stunden jeder spricht?

Der letzte Aufstieg lässt uns schwitzen ein jeder möcht nun gerne sitzen,
dann endlich geht´s zur Burg hinab – wie sind wir froh,
von Westen schieben schwarze Wolken vor,
und flugs hinab auf steiler Gass – am Marktplatz es ein Ende hat!

Das alte Stadtbild sehenswert, Rathaus, Kirche und viel mehr,
ein wunderschönes Glockenspiel – hält uns hier in seinem Bann!

Am alten Rathauseck, wie kann´s anders nicht sein,
ne urige Wirtschaft zum Ausklang lädt ein.

Unterdessen der Himmel in Tränen ausbricht,
wir sitzen im Trocknen uns stört dies nicht.

Viel später – wir streben dem Bahnhofe zu,,
zurück nach Hause – uns bringt jetzt der Zug!

W. Wachter